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GABS 2019

Im Rhythmus von zwei Jahren lädt die Subsahara-Afrika Initiative der deutschen Wirtschaft (SAFRI) zum Gipfeltreffen. Nachdem sich Vertreter aus Wirtschaft und Politik 2015 in Berlin und zuletzt 2017 in der kenianischen Hauptstadt Nairobi zusammengefunden hatten, fand das Treffen 2019 in der ghanaischen Wirtschaftsmetropole Accra statt. Drei Tage lang widmeten sich vom 11.-13. Februar die rund 400 Teilnehmer des German-African Business Summit (GABS) Themen und Fragestellungen rund um den Chancen- und Wachstumskontinent Afrika. Schließlich zählen die Länder Subsahara-Afrikas zu den am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt. Zum GABS war auch die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit einem einheitlichen Auftritt vertreten. Das Interesse der Teilnehmer an Informationen zur EZ war hoch; der Gemeinschaftsstand von BMZ, GIZ, DEG, sequa, in Kooperation mit der AWE entsprechend gut besucht.

Ein Kontinent im Wandel

Im Vorfeld des GABS betonte Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, dass er davon überzeugt sei, "dass die GABS 2019 eine hervorragende Gelegenheit sein wird, gemeinsam Lösungen für bestehende Herausforderungen zu entwickeln und nachhaltige Geschäftsbeziehungen für die kommenden Jahre zu etablieren."

Auch Thomas Bareiß, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Tourismusbeauftragter im BMWI, betonte, dass sich Subsahara-Afrika in einem raschen Wandeln befindet und Unternehmen vielfältige Möglichkeiten bietet: "Deutsche Unternehmen sind in diesem Transformationsprozess hervorragende Partner. Sie bieten langfristiges Engagement im Land und investieren nicht nur in Technologien, sondern auch in die lokalen Gemeinschaften." Mit dem beschlossenen Entwicklungsinvestitionsfond (EIF) mit einem Volumen von einer Milliarde Euro soll diese Arbeit gezielt unterstützt werden.

German Desk der DEG in Ghana eröffnet

Am Abend des ersten Veranstaltungstages (11. Februar) wurde das German Desk in Ghana eröffnet. Es ist das dritte seiner Art in Afrika, das sechste insgesamt. Ziel dieses Service ist es, die finanziellen Handelslücken zu schließen: den eingeschränkten Zugang zu attraktiven und maßgeschneiderten Finanzierungslösungen zwischen dem deutschen Mittelstand und seinen lokalen Partnern in Schwellen- und Entwicklungsländern. Letztlich sind sie das Haupthindernis für die Entwicklung des Handels. Verantwortlich für diesen Service zeichnen die DEG, unterstützt vom BMZ, in enger Zusammenarbeit mit dem DIHK und dem Netzwerk der Auslandshandelskammern (AHKs). Die DEG, ihr langjähriger Partner Access Bank und die Delegation der Deutschen Industrie und Handel in Ghana arbeiten zusammen, um die Handelsbeziehungen zwischen Ghana, Ostafrika und Deutschland gemeinsam zu pflegen. Diese Zusammenarbeit wurde auch während der feierlichen Eröffnung sichtbar: Die Ansprachen hielten Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller und Ken Ofori-Atta, Finanzminister der Republik Ghana.

Frauen gehen mit gutem Beispiel voran

Besonderen Anteil an den positiven Entwicklungen in Afrika haben Frauen. Denn gerade sie sind es, die die Wirtschaft mit großer Dynamik und innovativen Ideen vorantreiben. Sowohl in der Mode- und Textilbranche, aber auch in der IT-Branche und klassischen Wirtschaftszweigen. Einige ihrer beeindruckenden und inspirierenden Geschichten sorgten für viel Gesprächsstoff unter den 30 Teilnehmerinnen des Women's Business Breakfast. Dieses exklusive Side-Event zum GABS wurde von der AWE gemeinsam mit dem Bundesverband der Industrie (BDI) und freundlicher Unterstützung der deutschen Botschaft in Ghana organisiert. Neben Tanja Gönner, Sprecherin des Vorstandes der GIZ, nahm auch die Sprecherin der Geschäftsführung der DEG, Christiane Laibach, an der geschlossenen Veranstaltung teil. In einem Interview sprachen wir mit ihr über ihre Eindrücke vor Ort und Chancen, die Afrika Unternehmen bietet.

Deutscher Unternehmerpreis verliehen

Im Rahmen des German-African Business Summit wurde am 12. Februar 2019 der Deutsche Unternehmerpreis für Entwicklung verliehen. Damit wird das Engagement von Unternehmen gewürdigt, das der lokalen Bevölkerung in Entwicklungs- und Schwellenländern dient und über das eigene unternehmerische Ziel hinausgeht. Er ist mit einem Preisgeld dotiert, das in die prämierten Projekte und Produktideen fließt und so zusätzliche Impulse für internationale Aktivitäten der prämierten Unternehmen gibt. Stifter des Preises ist die Carl Duisberg Gesellschaft e.V. (CDG), die eine Initiative der Privatwirtschaft ist und rund 140 Mitglieder hat. Seit 1949 unterstützt sie die fachliche und persönliche Entwicklung von Fach- und Führungskräften mit internationaler entwicklungspolitischer Ausrichtung.

Die beiden ausgezeichneten Unternehmen HAWE Hydraulik SE und ecoligo GmbH leisten mit ihren Projekten und innovativen Geschäftsmodellen einen nachweisbaren Beitrag zu den Sustainable Development Goals (SDGs). Der Preis wird im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit verliehen, sodass selbstredend Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller die Laudationen übernahm.

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