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Teilnahme von Unternehmen

Unsere Antworten

  1. Welche Unternehmen werden im Rahmen des Monitorings erfasst?

    Die Untersuchungsgruppe des Monitorings bilden alle in Deutschland ansässigen Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten. Als Beschäftigte werden Arbeitnehmer im Sinne des § 267 Abs. 5 HGB verstanden.

    Unternehmen der Grundgesamtheit des NAP-Monitorings werden als solche Unternehmen definiert, die dem erwerbswirtschaftlichen Prinzip folgen.

    Unter den Unternehmensbegriff des NAP fallen danach grundsätzlich alle Unternehmen mit folgenden Rechtsformen: Aktiengesellschaften (AG), Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH), Kommanditgesellschaften (KG), eingetragene Genossenschaften (eG), offene Handelsgesellschaften (OHG), Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR), Europäische Gesellschaften (ES), Europäische Genossenschaften (SCE), Einzelfirmen, Partnergesellschaften, Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit VaG), ausländische Gesellschaften (z.B. Limited, LLP, S.A., N.V., S.r.l.) mit Sitz in Deutschland sowie sämtliche Mischformen der Vorgenannten (z.B. GmbH & Co KG). Daneben trifft die Definition auch auf Anstalten des öffentlichen Rechts zu, wenn sie in ihren Satzungen einen auf Gewinnerzielung abzielenden Zweck vorweisen, z.B. Sparkassen, Landesbanken und öffentliche Versicherer.

    In einigen Branchen kann das Vorliegen des erwerbswirtschaftlichen Prinzips nicht allein aus der Rechtsform des Unternehmens abgeleitet werden. Ein abweichender Geschäftszweck kann sich insb. bei Unternehmen in den Bereichen der sozialen Dienstleistungen ergeben. In nicht eindeutigen Fällen erfolgt eine vertiefte Prüfung. Zudem wird in den Eingangsfragen zum Fragebogen für jedes kontaktierte Unternehmen validiert, ob es unter die Definition der Grundgesamtheit fällt.

    Zum Stand November 2018 umfasste die oben genannte Definition etwa 7.100 Unternehmen.

    Die erforderlichen Unternehmensdaten wird der Auftragnehmer der Unternehmensdatenbank Bisnode-Hoppenstedt entnehmen, in der Unternehmen dieser Größenordnung nahezu vollständig erfasst sind.

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  2. Werden auch Unternehmen, deren Hauptsitz sich im Ausland befindet und die in Deutschland nur über Niederlassungen verfügen, in die Untersuchung einbezogen?

    Ja, Tochtergesellschaften ausländischer Unternehmen mit Sitz in Deutschland und mehr als 500 Beschäftigten sind Teil der Untersuchungsgruppe. 

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  3. Wie werden die teilnehmenden Unternehmen für die Erhebungen ermittelt?

    a) Die teilnehmenden Unternehmen für die repräsentativen Erhebungsphasen 2019 und 2020 werden auf Basis einer geschichteten Stichprobe mithilfe eines Zufallsgenerators ermittelt. Einbezogen werden Unternehmen, die zum Erhebungszeitpunkt in der Unternehmensdatenbank Bisnode erfasst sind, ihren Sitz in Deutschland und mehr als 500 Beschäftigte haben. Unternehmen dieser Größenordnung sind in der Unternehmensdatenbank Bisnode nahezu vollständig erfasst. Die Stichprobe wird nach Wirtschaftszweigen und Unternehmensgrößen geschichtet werden.

    b) Für die explorative Erhebungsphase 2018 hat das Erhebungsteam zunächst anhand eines Kriterienrasters 30 Unternehmen ausgewählt und sie gebeten, sich an dieser Erhebung zu beteiligen. In dieser Phase wurde keine zufällige Stichprobe gezogen. Darüber hinaus hatten Unternehmen der Zielgruppe bis zum 7.9.2018 die Möglichkeit, selbst ihre Teilnahme anzubieten. Diese Möglichkeit wurde über die Verbände und über soziale Medien-Kanäle des AA u.a. bekannt gemacht. Unter diesen Meldungen wählte das Erhebungsteam anhand des Kriterienrasters weitere Teilnehmer aus. Das angestrebte Ergebnis war hierbei eine größtmögliche Ausgewogenheit in der Teilnehmerstruktur. 

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  4. Hat das Erhebungsteam in die explorative Erhebung 2018 auch Unternehmen einbezogen, die noch nicht aktiv an der NAP-Umsetzung arbeiten?

    Ja. Für die explorative Erhebung 2018 hat der Auftragnehmer Unternehmen auf Basis von verschiedenen Auswahlkriterien herangezogen. Dabei hat das Erhebungsteam u.a. darauf geachtet, dass der Grad der Umsetzung in den teilnehmenden Unternehmen unterschiedlich ist. Die Einschätzung darüber erfolgte auf Basis öffentlich verfügbarer Informationen über die Aktivitäten des Unternehmens. Insbesondere wurden auch Unternehmen, die keine Informationen veröffentlichen bzw. das Thema als nicht relevant oder unwesentlich einstufen, wurden berücksichtigt.

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  5. Zu welchen Zeitpunkten wird der Auftragnehmer Ernst & Young (EY) an die Unternehmen der Stichproben für die Erhebungen 2019 und 2020 herantreten und in welcher Form?

    Die Unternehmen der Stichproben erhalten von EY zu den Startterminen der Befragungen im Juli/August 2019 und zu Anfang 2020 eine E-Mail mit Hintergrundinformationen zum Monitoring und einem Link zur Online-Befragung.

    Etwa zehn Tage nach Absendung der ursprünglichen E-Mail mit dem Link zur Online-Befragung erhalten die Unternehmen, die nicht geantwortet haben, eine Erinnerungs-E-Mail. Falls diese unbeantwortet bleibt, nimmt Ernst & Young eine Woche später telefonisch Kontakt mit den Unternehmen auf. Falls der Online-Fragebogen weiterhin nicht ausgefüllt wird, erhält das Unternehmen eine Woche später einen Brief, der letztmals auf den Link der Online-Erhebung hinweist.

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  6. Werden im Rahmen des Monitorings Schwerpunkte auf bestimmte Risikosektoren gelegt?

    Grundsätzlich werden die repräsentativen Stichprobenerhebungen über alle Branchen der deutschen Wirtschaft hinweg durchgeführt. Es werden keine Sektoren priorisiert. Unabhängig vom NAP-Monitoring wird eine vom BMAS in Auftrag gegebene Studie Risikoregionen und -branchen der deutschen Wirtschaft identifizieren. Die Ergebnisse der Studie werden voraussichtlich im Oktober 2019 vorliegen und dann in die Gestaltung der Erhebung 2020 einfließen. Sie werden im Rahmen der Erhebung aber nicht zu einer Schwerpunktsetzung auf den identifizierten Risikobranchen führen. 

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  7. Aus welchen Gründen ist eine aktive Teilnahme der angeschriebenen Unternehmen am Monitoring wichtig?

    In allen Erhebungsphasen des Monitorings kommt es auf die Anzahl von Unternehmen an, die eine Selbstauskunft vollständig ausfüllen. Die Aussagekraft des Monitoring-Ergebnisses steigt mit der Zahl der ausgefüllten Selbstauskünfte. Unabhängig vom jeweiligen Umsetzungsstand des NAP im einzelnen Unternehmen liefern alle Rückmeldungen wertvolle Erkenntnisse. Die Bundesregierung bittet deshalb alle Unternehmen, die im Rahmen der Stichproben von EY dazu aufgerufen werden, um ihre aktive Teilnahme.

    Bundesaußenminister Maas und vier weitere Bundesminister motivieren die Unternehmen der Zielgruppe in einem Schreiben vom November 2018 zur Teilnahme an den repräsentativen Erhebungen von 2019 und 2020 (www.diplo.de/nap-monitoring).

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  8. Können sich Unternehmen aktiv für die Teilnahme am Monitoring melden?

    Um die Repräsentativität der Erhebungsphasen in 2019 und 2020 zu gewährleisten, werden die teilnehmenden Unternehmen mit Hilfe einer Zufallsstichprobe ermittelt. Eine Bewerbung ist daher nicht möglich oder erforderlich.

    Die Bundesregierung begrüßt die Teilnahmebereitschaft jedes einzelnen Unternehmens am Monitoring, das in den Stichprobenerhebungen von Ernst & Young dafür angeschrieben wird. Jede einzelne Unternehmensauskunft ist wichtig und liefert wertvolle Erkenntnisse.

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  9. Kann ein Unternehmen ablehnen, am Monitoring teilzunehmen?

    Die Beantwortung des zugesandten Monitoring-Fragebogens ist freiwillig. Die Ablehnung der Teilnahme wird durch Nichtbeantworten des Fragebogens ausgedrückt.

    Im Nationalen Aktionsplan kommuniziert die Bundesregierung ihre Erwartung an alle Unternehmen, ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht nachzukommen. Damit verbunden ist auch die Erwartung, dass Unternehmen Auskünfte über den Umsetzungsstand der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht im Rahmen des Monitorings erteilen. Die Aussagekraft des Monitoring steigt mit der Anzahl der teilnehmenden Unternehmen. Umgekehrt ist eine hohe Nichtteilnehmer-Quote von Nachteil für die Aussagekraft des Monitoring-Ergebnisses. Da die Ergebnisse der Unternehmensbefragungen streng anonymisiert veröffentlicht werden, entstehen teilnehmenden Unternehmen durch die Teilnahme am Monitoring keine Nachteile.

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Erik Wessels

(Interim) Leitung Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte

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