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Bearbeitung des Fragebogens

  1. Wie ist der Fragebogen aufgebaut?
  2. An wen kann man sich bei technischen Fragen und Problemen wenden?
  3. Wie soll der Fragebogen ausgefüllt werden? Was soll angegeben werden, wenn keine der Antwortoptionen auf mein Unternehmen zutrifft?
  4. Müssen die Freitext-Felder ausgefüllt werden? Gibt es dafür eine Mindest- oder Maximalzahl an Zeichen?
  5. Warum erscheint nach einigen Fragen der Hinweis, dass Angaben erläutert werden sollen? (Comply-or-explain)
  6. Wie viel Zeit sollte für die Bearbeitung des Fragebogens eingeplant werden?
  7. Wie verläuft die Kontaktaufnahme durch EY mit den Unternehmen?
  8. Bis wann soll der Fragebogen ausgefüllt werden?
  9. Was passiert, wenn der Fragebogen nicht innerhalb der Frist abgesendet wurde?
  10. Kann der Fragebogen im Unternehmen geteilt werden? Können mehrere Personen den Fragebogen (gleichzeitig) bearbeiten?
  11. Ist das Pausieren der Bearbeitung des Fragebogens möglich?
  12. Können die Angaben im Nachhinein noch geändert werden?
  13. Kann der (ausgefüllte) Fragebogen ausgedruckt werden?
  14. Wie erfolgt die Bearbeitung des Fragebogens i Verhältnis Mutter- und Tochterunternehmen im Konzern? Kann der Fragebogen auch durch das Mutterunternehmen beantwortet werden?
  15. Welche Rolle spielen die unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette im Fragebogen?
  16. Warum werden so viele Details bei der Risikoanalyse abgefragt?
  17. In welchem Verhältnis stehen die Anforderungen des NAP und die Anforderungen des CSR-Richtlinienumsetzungsgesetzes (CSR-RUG)?
  18. Warum werden in den Abschlussfragen Kontaktinformationen abgefragt?
  19. Wie werden die Daten ausgewertet? Erfolgt eine Bewertung der teilnehmenden Unternehmen?
  20. Wie wird verhindert, dass Insider-Informationen innerhalb des Konsortiums bei der Auswertung genutzt werden?
  21. Werden teilnehmende Unternehmen nach der Auswertung erfahren, ob sie den NAP erfüllt haben? Bekommen Unternehmen eine Rückmeldung über ihre Bewertung?

Unsere Antworten

  1. Wie ist der Fragebogen aufgebaut?

    Der Fragebogen ist in sieben Bereiche aufgeteilt. Zunächst sollen allgemeine Fragen zum Unternehmen beantwortet werden, etwa zur Anzahl der Beschäftigten und zur Branche. Diese Angaben dienen unter anderem der Plausibilisierung der inhaltlichen Angaben im weiteren Verlauf des Fragebogens. Anschließend folgen Fragen zu den fünf einzelnen Kernelementen. Der Fragebogen schließt mit einigen Abschlussfragen (u. a. zu Herausforderungen im Bereich menschenrechtlicher Sorgfalt). Der Fragebogen verfügt über eine Navigationsleiste, über die die Einstiegsfrage des jeweiligen Bereichs schnell erreicht werden kann, sofern mit der Bearbeitung dieses Bereichs bereits begonnen wurde.

    Sofern die Eingangsfragen zum jeweiligen Kernelement nicht mit „Ja“ beantwortet werden, werden die nachfolgenden Detailfragen nicht mehr angezeigt. Jedes an der Erhebung teilnehmende Unternehmen erhält abgesehen davon den gleichen Fragebogen. 

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  2. An wen kann man sich bei technischen Fragen und Problemen wenden?

    Bitte senden Sie eine kurze Mail mit der entsprechenden Fragestellung oder Problembeschreibung an . Wir werden uns dann umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen.

    Sollten Sie inhaltliche Fragen zum Fragebogen haben oder generelle Beratung zum NAP suchen, können Sie sich an den NAP Helpdesk bei der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung wenden (siehe Frage 1 unter Inhalte des Fragebogens - Begriffserläuterungen). Der NAP-Helpdesk bietet vertrauliche und individuelle Beratung an.

    E:

    T: +49 30 7262 56 95 oder +49 30 7262 56 96

    I: https://www.wirtschaft-entwicklung.de/wirtschaft-menschenrechte
     

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  3. Wie soll der Fragebogen ausgefüllt werden? Was soll angegeben werden, wenn keine der Antwortoptionen auf mein Unternehmen zutrifft?

    Die meisten Fragen können durch Anklicken einer oder mehrerer Antwortoptionen beantwortet werden. Antwortoptionen, die alle anderen Antworten in derselben Frage ausschließen, haben einen runden Button. Antwortoptionen, die eine Mehrfachantwort in derselben Frage erlauben, haben einen eckigen Button.

    Bei fast jeder Frage gibt es die Möglichkeit, zusätzlich bzw. stattdessen in einem Freitext ausführlichere Antworten zu geben, insbesondere in dem Fall, dass die gebotenen Antwortoptionen nicht Ihrer Unternehmensrealität entsprechen. Bei einigen wenigen Fragen werden Sie darum gebeten, einen Link zu weiterführenden Dokumenten in das Freitextfeld einzufügen. Dies dient der Plausibilisierung Ihrer Angaben.

    Es ist wichtig, dass der Fragebogen wahrheitsgemäß und möglichst nachvollziehbar ausgefüllt wird. Das Konsortium prüft die Angaben durch verschiedene Mechanismen auf ihre Plausibilität. Ziel ist, dass die Auswertung realistische Ergebnisse über den Umsetzungstand der Kernelemente menschenrechtlicher Sorgfalt in Deutschland ergibt.
     

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  4. Müssen die Freitext-Felder ausgefüllt werden? Gibt es dafür eine Mindest- oder Maximalzahl an Zeichen?

    Einige Fragen erfordern eine Freitextantwort. Wird diese obligatorische Antwort nicht ausgefüllt, so erscheint ein Hinweis. Bei anderen Fragen kann die Freitextantwort auf freiwilliger Basis ausgefüllt werden. Das ausführliche Beantworten solcher Fragen dient einer besseren inhaltlichen Bewertung der Antworten. Dabei wird erwartet, dass die Angaben verständlich, plausibel und bewertbar sind. Die Antworten sind nicht an eine bestimmte Anzahl von Zeichen gebunden.

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  5. Warum erscheint nach einigen Fragen der Hinweis, dass Angaben erläutert werden sollen? (Comply-or-explain)

    Erscheint dieser Hinweis in einer grünen Box, greift der sogenannte Comply-or-explain-Mechanimus. Dieser gibt den teilnehmenden Unternehmen die Möglichkeit, schlüssig zu erklären, warum bestimmte Anforderungen nicht erfüllt werden. Bei Nutzung dieser Option sollten die folgenden Aspekte bei der Formulierung berücksichtigt werden, da ansonsten die Angaben nicht bewertet werden können:

    • Konkretheit: Die Angabe bezieht sich inhaltlich konkret auf die jeweilige NAP-Anforderung und das dahinterliegende Merkmal. 
    • Bezüglichkeit: Die Angabe bezieht sich auf das spezifische Handeln des Unternehmens im Kontext der jeweiligen NAP-Anforderung; allgemeine, unternehmensunspezifische Angaben sind zu vermeiden. 
    • Vollständigkeit: Die Gründe für die Nichtumsetzung einer NAP-Anforderung sind umfassend darzulegen, so dass sie durch das Projektteam inhaltlich bewertet werden können. Nicht zulässig sind pauschale Angaben wie „keine Ressourcen“ oder „nicht relevant“. 
    • Äquivalenz: Sofern ein Unternehmen NAP-Anforderungen mit äquivalenten Ansätzen umsetzt, sind diese zu erläutern. Die Begründung umfasst somit zwei Dimensionen: 1) den eindeutigen Hinweis, dass eine NAP-Anforderung anders umgesetzt wurde; und 2) wie diese alternative Umsetzung erfolgte. 
    • Kontexteinbettung: Sofern sich Angaben auf einen zeitlichen und/oder geografischen Kontext beziehen, sind sie in diesen einzubetten.

    Das Eintragen einer Erklärung im Rahmen von Comply-or-explain ist freiwillig. Gleichzeitig möchte das Erhebungsteam alle teilnehmenden Unternehmen dazu ermuntern von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, da bei fehlenden Angaben die Comply-or-explain-Antwort nicht gewertet werden kann. Darüber hinaus liefern diese Angaben für das Monitoring wertvolle, zusätzliche Informationen, die (anonymisiert) in die Ergebnisdarstellung einfließen. 

    Da die Datenauswertung innerhalb des Erhebungsteams soweit möglich anonymisiert erfolgt, geben Sie bitte auch solche Informationen bei Comply-or-explain ein, die Sie für offensichtlich bzw. naheliegend erachten.
     

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  6. Wie viel Zeit sollte für die Bearbeitung des Fragebogens eingeplant werden?

    Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da dies stark von der Organisation und der inhaltlichen Komplexität im jeweiligen Unternehmen abhängt. In den Testphasen dauerte die Bearbeitung des Fragebogens zwischen 30 Minuten und vier Stunden.

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  7. Wie verläuft die Kontaktaufnahme durch EY mit den Unternehmen?

    Am 29. Juli 2019 erhielten alle Unternehmen, die in die Bruttostichprobe gezogen wurden (ca. 1800 Unternehmen), eine E-Mail von EY mit der Information, dass sie Teil der Erhebung 2019 sind. Die E-Mail wurde von der Absenderadresse versendet. Die angeschriebenen Unternehmen wurden darin auch gebeten, ggf. eine alternative zuständige Kontaktstelle für das NAP-Monitoring im Unternehmen an EY zurückzumelden, an welche die Folgemails dann direkt versendet werden.

    Am 19. August folgte eine E-Mail von EY mit dem Link zum Online-Fragebogen. Antworten die kontaktierten Unternehmen nicht innerhalb von zehn Tagen nach Versand des Online-Fragebogens, wird das Unternehmen höflich und verbindlich gemäß folgendem Verfahren kontaktiert. Ziel ist dabei, dass möglichst viele der angeschriebenen Unternehmen den Fragebogen ausfüllen.

    Zehn Tage nach Versenden der ursprünglichen E-Mail mit dem Link zur Online-Befragung erhielten die Unternehmen, die nicht geantwortet haben, eine Erinnerungs-E-Mail, die erneut um die Teilnahme bittet. Falls diese Maßnahme nicht griff, erfolgte eine Woche später eine telefonische Kontaktaufnahme mit den ggf. zuvor an EY zurückgemeldeten zuständigen Abteilungen oder an eine zentrale Telefonnummer des Unternehmens, wenn zuständige AnsprechpartnerInnen nicht bekannt waren. Diese telefonische Kontaktaufnahme enthielt darüber hinaus eine kurze Befragung zu den Gründen der (bisherigen) Nichtteilnahme. Falls der Online-Fragebogen weiterhin nicht ausgefüllt wurde, erhielt das Unternehmen eine Woche (am 16.9.2019) später einen Brief an die Geschäftsleitung, der letztmals auf den Link der Online-Erhebung (und auf die Frist) hinwies.

    Am 14. Oktober 2019 wurde die Stichprobe erweitert, um einen ausreichenden Rücklauf und in der Folge ein repräsentatives Ergebnis sicherzustellen. Es wurden zusätzlich 1500 Unternehmen per E-Mail und per Brief kontaktiert und um Teilnahme an der Befragung gebeten.

    Unternehmen hatten in der Zeit bis zum 14. August 2019 die Möglichkeit, zuständige Kontaktadressen gegenüber EY () mitzuteilen. Der Link zum Fragebogen wurde dann am 19. August 2019 an diese alternative Kontaktadresse gesendet. Unternehmen können auch weiterhin gerne Kontaktinformationen an   übermitteln; es ist aus technischen Gründen allerdings kein erneuter Versand des Fragebogen-Links möglich.

    Falls sich ein Unternehmen mit der Übermittlung seiner Kontaktdaten meldet und festgestellt wird, dass es sich nicht in der Stichprobe befindet, erhält es von EY eine entsprechende Auskunft und kann auf Wunsch dennoch seine Kontaktdaten zwecks Aktualisierung der Datenbank für die zweite Erhebung 2020 hinterlassen.

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  8. Bis wann soll der Fragebogen ausgefüllt werden?

    Die Fristen zur Bearbeitung des Fragebogens variieren. Die reguläre Frist für Unternehmen ist der 22.10.2019. Für Unternehmen, die im Rahmen der Nacherhebung vom 15.10.2019 kontaktiert wurden, endet die Frist am 31.10.2019.

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  9. Was passiert, wenn der Fragebogen nicht innerhalb der Frist abgesendet wurde?

    Etwa zehn Tage nach Absendung der ursprünglichen E-Mail mit dem Link zur Online-Befragung erhielten die Unternehmen, die noch nicht mit der Bearbeitung begonnen hatten, eine Erinnerungs-E-Mail. Falls diese unbeantwortet bleibt, nimmt EY eine Woche später telefonisch Kontakt zu den Unternehmen auf. Falls der Online-Fragebogen weiterhin nicht ausgefüllt wird, erhält das Unternehmen eine Woche später einen Brief, der letztmals auf den Fragebogen hinweist. Eine telefonische Rückfrage erfolgt auch, wenn der Fragebogen innerhalb der Bearbeitungsfrist von sechs Wochen nicht vollständig ausgefüllt wurde. Eine beschränkte Fristverlängerung ist auf Bitte des Unternehmens möglich.

    Wird der Fragebogen nach mehrmaligen Erinnerungen nicht innerhalb der Frist abgeschickt, so gilt das Unternehmen als „Non-Responder“. Bei einer zu geringen „Response-Rate“ kann am Ende keine statistisch repräsentative Aussage über den Umsetzungsstand des NAP getroffen werden und das Kernziel des Monitorings würde nicht erreicht werden.

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  10. Kann der Fragebogen im Unternehmen geteilt werden? Können mehrere Personen den Fragebogen (gleichzeitig) bearbeiten?

    Die Einbeziehung mehrerer Personen aus verschiedenen Abteilungen im Unternehmen ist möglich und wird vom Erhebungsteam ausdrücklich empfohlen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Angaben vollständig und fundiert sind.

    Der Link zum Fragebogen kann für diese Zwecke im Unternehmen geteilt werden. Dadurch können mehrere Personen (gleichzeitig) den Fragebogen bearbeiten. Wir weisen jedoch darauf hin, dass der Link zum Fragebogen keiner Nutzerbeschränkung unterliegt und daher nur nach sorgfältiger Prüfung geteilt werden sollte. Der vollständige Fragebogen steht außerdem in deutscher und englischer Sprache auf dieser Webseite zum Download bereit und kann auf diese Weise im Unternehmen geteilt werden.

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  11. Ist das Pausieren der Bearbeitung des Fragebogens möglich?

    Ja, die Angaben werden automatisch gespeichert, wenn der Fragebogen eine Seite weiter geklickt wird. Danach kann der Browser geschlossen werden und man gelangt beim späteren Öffnen über den Link wieder an die Stelle, an der die Bearbeitung unterbrochen wurde. Wenn zwei Nutzer zeitgleich dieselbe Frage bearbeiten, wird jeweils die zuletzt vorgenommene Änderung gespeichert.

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  12. Können die Angaben im Nachhinein noch geändert werden?

    Nein, sobald der Fragebogen abgesendet wurde ist eine nachträgliche Änderung nicht mehr möglich. Wir empfehlen daher, die Einträge vor Absenden des Fragebogens noch einmal genau zu überprüfen

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  13. Kann der (ausgefüllte) Fragebogen ausgedruckt werden?

    Nein, der Online-Fragebogen selbst kann nicht exportiert und in Gänze ausgedruckt werden. Sie finden jedoch den vollständigen Fragebogen inkl. der Antwortoptionen als separate Datei auf dieser Webseite (in deutscher und englischer Sprache).

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  14. Wie erfolgt die Bearbeitung des Fragebogens i Verhältnis Mutter- und Tochterunternehmen im Konzern? Kann der Fragebogen auch durch das Mutterunternehmen beantwortet werden?

    Der Fragebogen muss federführend von einer Person im kontaktierten (Tochter-)Unternehmen bearbeitet und im Anschluss daran von dieser Person abgesendet werden. Maßgeblich für die inhaltliche Beantwortung der Fragen ist ausschließlich die Perspektive des kontaktierten (Tochter-)Unternehmens.

    Eine Einbindung von Personen auf Konzernebene (Mutterunternehmen) ist möglich und wird vom Erhebungsteam ausdrücklich empfohlen. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn bestimmte Prozesse bzw. Maßnahmen menschenrechtlicher Sorgfalt von der Konzernebene aus gesteuert werden und auch für das Tochterunternehmen gelten. Diese Prozesse/Maßnahmen können in die Bearbeitung des Fragebogens einfließen, soweit sie Gültigkeit für die kontaktierte Tochtergesellschaft haben bzw. in dieser umgesetzt werden. Prozesse/Maßnahmen, die dagegen nur in Teilen eines Konzerns implementiert wurden und das kontaktierte (Tochter-)Unternehmen nicht betreffen, dürfen von diesem auch nicht im Fragebogen angegeben werden.

    Sofern mehrere Gesellschaften eines Konzerns Teil der Stichprobe sind, bitten wir darum, dass sämtliche Gesellschaften den Fragebogen nach den oben genannten Grundsätzen bearbeiten.

    Dies kann auch bedeuten, dass mehrere Gesellschaften dieselben Prozesse/Maßnahmen (sofern sie konzernweit Gültigkeit haben) in ihren Fragebögen angeben.

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  15. Welche Rolle spielen die unterschiedlichen Stufen der Wertschöpfungskette im Fragebogen?

    Im NAP ist die Anforderung angelegt, dass Unternehmen alle relevanten Wertschöpfungsstufen bzw. Unternehmensbereiche bei der Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfalt berücksichtigen. Der Fragebogen fragt daher mit Blick auf die Wertschöpfungskette, ob aus der Analyse potenziell negativer Auswirkungen auf Menschenrechte angemessene Maßnahmen zur Minderung abgeleitet wurden. Dabei können sich mögliche Menschenrechtsrisiken insbesondere zwischen den einzelnen Stufen der Wertschöpfungskette unterscheiden. Aus diesem Grund bezieht sich der Fragebogen an verschiedenen Stellen auf die verschiedenen Wertschöpfungsstufen bzw. Unternehmensbereiche.

    Der NAP zielt darauf ab, dass ein Unternehmen die möglichen Auswirkungen kennt und ihnen in angemessener Weise (abhängig von seiner Größe, Branche und Position in der Liefer- und Wertschöpfungskette) begegnet. Bei der Risikoanalyse und bei der Wahl geeigneter Abhilfemaßnahmen ist auch zu beachten, ob (potenzielle) Auswirkungen direkt vom Unternehmen verursacht werden, ob das Unternehmen zu den Auswirkungen beiträgt oder ob das Unternehmen mit den Auswirkungen indirekt verbunden ist.

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  16. Warum werden so viele Details bei der Risikoanalyse abgefragt?

    Die Ermittlung potenziell negativer Auswirkungen auf die Menschenrechte (Risikoanalyse) bildet gemäß dem NAP die Grundlage für die Identifikation von angemessenen Maßnahmen zur Verhinderung bzw. Minderung dieser Auswirkungen. Der Aufbau des Fragebogens und der dahinterliegende Anforderungsrahmen folgen dieser Logik. Den Ergebnissen der Risikoanalyse kommt somit für die Bewertung der Antworten bei anderen Fragen eine hohe Bedeutung zu. Das Erhebungsteam benötigt daher zur Plausibilisierung der entsprechenden Angaben allgemeine Informationen zu den ermittelten Risiken. Aus diesem Grund möchten wir Sie bitten die Folgefragen zu Frage 2.3.1 (Für welche Stufen der Wertschöpfungskette haben Sie potenziell negative Auswirkungen auf Menschenrechte identifiziert?) ebenfalls zu beantworten.

    Bitte beachten Sie, dass zunächst der Umfang der Risikoanalyse abgefragt wird. Anschließend folgen Fragen zu den Ergebnissen der Risikoanalyse und zuletzt zu einigen Details der Durchführung.

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  17. In welchem Verhältnis stehen die Anforderungen des NAP und die Anforderungen des CSR-Richtlinienumsetzungsgesetzes (CSR-RUG)?

    Die Erwartungshaltung der Bundesregierung bzgl. der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht gemäß NAP bezieht sich grundsätzlich auf alle Unternehmen. Das Monitoring bezieht sich jedoch nur auf Unternehmen mit Sitz in Deutschland mit mehr als 500 Beschäftigten. Der Anwendungsbereich des CSR-RUG beschränkt sich dagegen auf Unternehmen im öffentlichen Interesse (also kapitalmarktorientierte Unternehmen sowie Banken und Versicherungen) mit mehr als 500 Mitarbeitern.

    Der Kernunterschied bei den Anforderungen besteht darin, dass der NAP eine rechtlich nicht bindende Erwartungshaltung der Bundesregierung an die Prozesse menschenrechtlicher Sorgfalt in Unternehmen beschreibt, während das CSR-RUG eine gesetzliche Vorgabe zur Erstellung und den Inhalten einer nichtfinanziellen Erklärung im Rahmen der Lageberichterstattung von Unternehmen darstellt. Die Angaben in der nichtfinanziellen Erklärung können den Aspekt „Achtung der Menschenrechte“ berücksichtigen, sofern diese „für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage der Kapitalgesellschaft sowie der Auswirkungen ihrer Tätigkeit auf die [im CSR-RUG aufgeführten nichtfinanziellen] Aspekte erforderlich sind.“ Dieser Wesentlichkeitsvorbehalt für die Berichterstattung nach CSR-RUG ist in den Prozessanforderungen des NAP nicht angelegt. Unternehmen sollen (unabhängig von der Wesentlichkeitsbetrachtung nach CSR-RUG) potenziell negative Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die Menschenrechte kennen und ihnen in angemessener Weise begegnen. Erkenntnisse aus einer Wesentlichkeitsanalyse können dabei punktuell in die Prozesse menschenrechtlicher Sorgfalt einfließen. Ein pauschaler Verweis auf die fehlende Wesentlichkeit von Menschenrechten für das Unternehmen als Ergebnis einer Wesentlichkeitsanalyse (z. B. nach CSR-RUG, aber auch GRI) wird etwa im Rahmen einer Erläuterung nach Comply-or-explain grundsätzlich als nicht ausreichend angesehen.

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  18. Warum werden in den Abschlussfragen Kontaktinformationen abgefragt?

    Das Vorgehen beim Monitoring sieht vor, dass teilnehmende Unternehmen durch das Erhebungsteam nach Bearbeitung des Fragebogens kontaktiert werden, sofern Selbstauskünfte Angaben aufweisen, die als nicht plausibel erachtet werden. Widersprüchliche Angaben können Auswirkungen auf die Bewertung haben. Betreffende Unternehmen erhalten im Rahmen der telefonischen Nachfragen die Gelegenheit, die identifizierten Widersprüche zu erläutern und auszuräumen. Die kurzen Telefoninterviews können nur zu einer Verbesserung der Bewertung führen – eine nachträgliche Verschlechterung ist nicht möglich.

    Sie werden durch das Erhebungsteam nur kontaktiert, wenn tatsächlich widersprüchliche Antworten vorliegen. Durch eine wahrheitsgemäße Beantwortung des Fragebogens und eine sorgfältige Überprüfung Ihrer Angaben minimieren Sie die Wahrscheinlichkeit, dass widersprüchliche Angaben produziert werden. Selbstverständlich werden Ihre Kontaktdaten ausschließlich zum Zweck der Durchführung des Monitorings genutzt und Ihre Angaben in den Gesprächen vertraulich behandelt und in der Auswertung anonymisiert (siehe Datenerhebung und -nutzung).
     

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  19. Wie werden die Daten ausgewertet? Erfolgt eine Bewertung der teilnehmenden Unternehmen?

    Die Auswertung der Angaben im Online-Fragebogen erfolgt durch das Erhebungsteam innerhalb des Konsortiums. Die Daten werden mit üblichen wissenschaftlichen und statistischen Verfahren ausgewertet. Selbstverständlich unterliegen unternehmensbezogene Daten einer strengen Vertraulichkeit (siehe  Datenerhebung und -nutzung).

    Für die meisten Fragen im Fragebogen wurde vor Beginn der Erhebung ein Anforderungsrahmen definiert, anhand dessen jedes Unternehmen im Hinblick auf den Umsetzungsstand des NAP bewertet wird. Dieser richtet sich grundsätzlich nach den im NAP beschriebenen Kernelementen menschenrechtlicher Sorgfalt. Dabei gibt es zwei Arten von Anforderungen – einen allgemeinen Anforderungsrahmen, der für alle Unternehmen gilt, und einen clusterspezifischen Anforderungsrahmen, der von der spezifischen Risikodisposition des Unternehmens abhängt.

    Für weitere Informationen zum Bewertungssystem möchten wir Sie gerne auf den Zwischenbericht 2018 (Kapitel 4) verweisen. Der Zwischenbericht ist unter dem folgenden Link verfügbar.
     

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  20. Wie wird verhindert, dass Insider-Informationen innerhalb des Konsortiums bei der Auswertung genutzt werden?

    Die Auswertung erfolgt nach wissenschaftlichen Kriterien. Dies bedeutet, dass die Auswertung (insbesondere bei den Angaben im Freitext) neutral zu erfolgen hat. Personen, die ein Unternehmen aus persönlichen oder geschäftlichen Zusammenhängen außerhalb des Monitorings kennen, werden daher nicht mit der Auswertung des betreffenden Unternehmens betraut. Ein solches Unternehmen wird dann von einem anderen Konsortialpartner ausgewertet.

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  21. Werden teilnehmende Unternehmen nach der Auswertung erfahren, ob sie den NAP erfüllt haben? Bekommen Unternehmen eine Rückmeldung über ihre Bewertung?

    Aufgrund der Zielrichtung des Monitorings, ein Gesamtbild der Umsetzung der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten durch deutsche Unternehmen zu erhalten, sowie der strengen Anonymisierung der Erhebungen und ihrer Ergebnisse werden die Unternehmen keine Rückmeldung vom Erhebungsteam über ihre individuellen Ergebnisse erhalten. Teilnehmende Unternehmen erhalten jedoch spätestens zum Abschluss des Monitorings eine allgemeine (anonymisierte) Benchmark-Analyse (d.h. eine zusammengefasste Auswertung über alle teilnehmenden Unternehmen).

    Der Zwischenbericht 2019 mit den aggregierten Ergebnissen wird öffentlich und damit auch den teilnehmenden Unternehmen zugänglich sein.

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Erik Wessels

(Interim) Leitung Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte

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