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„Die EU-Strategie wird große Auswirkungen auf afrikanische Unternehmen haben!“

Carolin Welzel

Grüne Wirtschaft, Digitalisierung und nachhaltige Investitionen: mit einer neuen Partnerschaftsstrategie will die Europäische Union die Beziehung zu Afrika stärken. Ziel ist eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen den Kontinenten. Jutta Urpilainen, EU-Kommissarin für internationale Partnerschaften, und Carolin Welzel, die bei der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung für Internationale Organisationen zuständig ist, erklären die Strategie – und welche Chancen sie europäischen Unternehmen bietet.

Im März hat das EU-Parlament eine umfangreiche Strategie für eine neue EU-Afrika-Partnerschaft verabschiedet. Damit soll die Zusammenarbeit jenseits der klassischen Geber-Nehmer-Beziehung vertieft werden. Die EU-Kommission, von der der Vorschlag für die Strategie stammt, zielt auf eine verstärkte Kooperation in den fünf „Schlüsselbereichen“ grüne Wende, digitaler Wandel, nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung, Frieden und Governance, Migration und Mobilität.

EU-Kommissarin Urpilainen betont die wichtige Rolle der Privatwirtschaft für die Entwicklung Afrikas: „Die meisten Arbeitsplätze in den Partnerländern werden von privaten Unternehmen geschaffen. Sie haben ein riesiges Potenzial für integratives und nachhaltiges Wachstum.“ Im Rahmen der neuen Partnerschaftsstrategie will die EU-Kommission europäische Unternehmen, Wirtschaftsorganisationen und Partnerbehörden zusammenbringen.

EU-Kommissarin Jutta Urpilainen und Carolin Welzel im Interview

Infokachel Kernstrategie Afrika

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Eine starke Wirtschaft vor Ort ist attraktiv

AWE-Expertin Welzel erwartet, dass kleine und mittlere Unternehmen in Afrika besonders profitieren werden, unter anderem durch mehr Finanzierungsangebote und Garantien. „Für deutsche Unternehmen ist das dann auch interessant, denn sie brauchen lokale Partner für ihre Geschäfte in Afrika.“ Eine starke Wirtschaft vor Ort sei daher in jedem Fall attraktiv. Auch die EU selbst bietet Geschäftschancen: Oft seien Technologien und Services gefragt, in denen die deutsche Wirtschaft punkten kann, betont Welzel, beispielsweise aus den Bereichen Energie, Abfall, Wasser oder Gesundheitswirtschaft. „Über Ausschreibungen können deutsche Unternehmen sich beteiligen.“ Die AWE steht ihnen dabei beratend zur Seite.

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