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Mit nachhaltiger Wertschöpfung Mehrwert schaffen

Mit develoPPP.de-Projekten entwickeln Unternehmen internationale Märkte in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die folgenden drei Beispiele zeigen, wie nachhaltige Wertschöpfung die Lebensgrundlage der Menschen vor Ort verbessert, qualifizierte gesunde Mitarbeiter Produktqualität sowie Erlöse steigern und durch kreativen Umgang mit Ressourcen der Umweltschutz gefördert wird.

Symrise Madagaskar: Bourbonvanille für ein besseres Leben

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Eine bessere Lebensgrundlage für Vanilleproduzenten in Madagaskar schaffen und dafür im Gegenzug nachhaltig angebaute Vanille in höchster Qualität erhalten – das ist die Idee hinter der Entwicklungspartnerschaft zwischen der Symrise AG, dem Nahrungsmittelkonzern Unilever und der GIZ. Symrise ist weltweit der viertgrößte Duft- und Aromahersteller; einer seiner Hauptkunden, auch bei der Abnahme von Vanille, ist Unilever.

Obwohl echte Bourbonvanille aus Madagaskar auf dem Weltmarkt hohe Preise erzielt, können die kleinbäuerlichen Familien, die das begehrte Gewürz mühsam und in aufwändiger Handarbeit anbauen, davon kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten. Fallen zudem Ernte und Qualität einmal schlechter aus, geraten sie schnell in Not, denn sie sind fast ausschließlich von der Vanille abhängig.

Die jährlichen Mengen- und Qualitätsschwankungen haben Symrise beim Vanille-Einkauf ebenfalls vor wirtschaftliche Herausforderungen gestellt. Deshalb entschied sich das Unternehmen 2014 gemeinsam mit seinem Kunden Unilever für eine direkte Kooperation mit den kleinbäuerlichen Produzenten. Mit Hilfe der GIZ haben die Partner damit die Lebensgrundlage von etwa 7.000 Kleinbauern und deren Familien in einer der ärmsten Regionen der Welt verbessert. 

„Wir freuen uns über das umfassende Entwicklungsprogramm, das wir gemeinsam mit unseren Partnern und der GIZ auf den Weg gebracht haben. Nachhaltige Wertschöpfung bildet den Kern unserer Unternehmensstrategie. Das durch diese Partnerschaft verstärkte Engagement bietet uns die Chance, Werte für alle zu schaffen“, sagt Dr. Heinz-Jürgen Bertram, Vorstandsvorsitzender der Symrise AG.

In praxisnahen Schulungen lernen die Kleinbauern, wie sie Ertrag und Qualität der begehrten Bourbonvanille und damit ihren Verkaufserlös erhöhen können. Und wie sie auch andere Feldfrüchte am besten anbauen, um sich wirtschaftlich unabhängiger von der Vanille zu machen. Im Laufe der Entwicklungspartnerschaft haben drei landwirtschaftliche Fachschulen mit über 180 Auszubildenden ihren Lehrbetrieb aufgenommen. 

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Mount Elgon Orchards Kenia: Rosen für Gesundheit, Bildung und Beschäftigung

Die Republik Kenia zählt noch immer zu den 50 ärmsten Ländern der Welt, gleichwohl gilt der Küstenstaat als wichtiges Transitland und Wachstumsmotor der Region. Der weltweite Rosenexporteur Mount Elgon Orchards züchtet seit über 20 Jahren Rosen in Kenia. Mit 1.400 Angestellten ist das Unternehmen der größte Arbeitgeber der Chepchoina-Region nahe der Grenze zu Uganda. Viele der Angestellten leben in den Dörfern rund um die Rosenfarm.

Den Inhabern Bea und Bob Andersen liegt das Wohl ihrer Angestellten am Herzen, zumal Bea promovierte Ärztin ist. So wurden Gesundheit, Bildung und Wohnen zum festen Bestandteil des unternehmerischen Engagements der Andersens. „Uns war schnell klar: Um dies zu erreichen, brauchen wir neben Ausdauer und Herzblut auch geeignete Partner, die uns fachlich und finanziell unterstützen“, sagt Dr. Bea Andersen.

Ein wichtiger Partner ist die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH. Als Entwicklungsfinanzierer der KfW-Gruppe begleiten die Experten der DEG das Unternehmen seit über zehn Jahren dabei, Wachstumsperspektiven zu schaffen und damit auch die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort zu verbessern.

Mit Erfolg: Das Andersen Medical Centre hat sich in der Region und über die Grenzen hinaus etabliert: 35 Angestellte behandeln 40.000 Patienten jährlich. Die Initiative „Habitat for Humanity“ bietet erschwingliche Darlehen, mit denen Familien Land erwerben und ein Haus bauen können, das über Zugang zu sauberem Wasser und einen Garten zum Gemüseanbau verfügt. Grund- und Sekundarschulen sowie das Andersen Vocational Training Center, in dem Jugendliche nicht nur Blumenzucht, sondern auch andere in der Region gefragte Berufe erlernen, bieten nachhaltige Perspektiven für alle.

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GreenBangla Bangladesch: Für eine saubere Umwelt - Big Bags aus Plastikmüll

Ein weiterer Schwerpunkt der DEG sind Umweltprojekte. So zum Beispiel das Recycling von Kunststoffabfällen in Bangladesch. In der Hauptstadt Dhaka leben mehr als 17 Millionen Menschen. Jeden Tag landen Tausende Tonnen Plastikmüll auf den Straßen und verstopfen das Abwassersystem der Mega City. 

Deshalb hat Marcel Schouten, Manager des Verpackungsherstellers LC Packaging, 2016 gemeinsam mit lokalen Partnern das Start-up für Kunststoffrecycling GreenBangla gegründet. Das niederländische Unternehmen LC Packaging ist auf die Fertigung sogenannter „Big Bags“ spezialisiert – riesige Taschen aus Kunststoffgewebe, die beim Straßenbau oder in der Landwirtschaft eingesetzt werden. 

„Als Verpackungshersteller fühlen wir uns verpflichtet, uns auch ums Recycling zu kümmern“, so Schouten. Und Abdul Mumit, Direktor von GreenBangla sagt: „Wir wollen eine neue Generation von Unternehmern in Bangladesch inspirieren.“ Das Geschäft müsse sich rentieren, aber es gehe ebenso darum, „sich auf eine nachhaltige Weise um die Umwelt zu kümmern“.

Mittlerweile arbeiten 30 Beschäftigte im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufökonomie bei GreenBangla in Dhaka: Mittels Spezialmaschinen verarbeiten sie die Plastikabfälle zu produktionsfähigem Regranulat, aus dem sich wiederum Plastikteile wie beispielsweis die Big Bags von LC Packaging produzieren lassen.

Der Produktionsstandort ist nach international anerkannten Umwelt- und Sozialstandards zertifiziert. Das ökologische Projekt GreenBangla hat die DEG auch deshalb überzeugt, weil das Unternehmen mehr als den Mindestlohn bezahlt, mehr Frauen beschäftigen will und internationale Gesundheits- und Sicherheitsstandards beachtet.

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