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Gender Equality - Chancen schaffen in Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft

Aus der Praxis

Frauen und Mädchen machen mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung aus, trotzdem sind sie in der Wirtschaft, insbesondere als Unternehmerinnen und in leitenden Positionen deutlich unterrepräsentiert. Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit der Wirtschaft setzt auf Veränderungen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind mehr als 2,7 Milliarden Frauen weltweit an einer freien Berufsausübung gehindert. Insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern sind sie mit vielen gesellschaftlichen Barrieren konfrontiert: Überdurchschnittlich oft fehlt ihnen der Zugang zu Bildung und menschenwürdiger Arbeit. Von wirtschaftlichen Entscheidungen auf verschiedenen Ebenen werden sie allzu oft ausgeschlossen. Frauen erleben so häufig fehlende Kontrolle über das eigene Leben. Sie werden ihrer Chance beraubt, ihr volles Potential zu entfalten. Die wirtschaftliche Stärkung von Frauen ist jedoch nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern vielmehr ein Grundrecht. Ihre berufliche Besserstellung kann gesamtwirtschaftliches Wachstum beschleunigen und einen wichtigen Beitrag zur Beendigung von Armut und Hunger leisten. 

Zusammenarbeit mit der Wirtschaft als Schlüssel

Die wirtschaftliche Stärkung von Frauen gelingt jedoch nicht ohne Einbindung des Privatsektors. Denn die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft schafft die Voraussetzungen für die berufliche Entwicklung von Frauen und kann dazu beitragen, patriarchalische Denkweisen aufzuweichen. 
Projekte, die in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft von der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Zusammenarbeit (BMZ) durchgeführt werden, setzen daher verstärkt auf die Förderung der beruflichen Ausbildung, Teilhabe von Frauen am Wirtschaftsgeschehen und die Förderung weiblichen Unternehmertums. Wie diese Maßnahmen und Projekte konkret aussehen, zeigt sich unter anderem in der Zusammenarbeit mit der Welttourismusorganisation UNWTO. Das Projekt stellt Frauen ins Zentrum für den Wiederaufbau in der von dem Coronavirus stark betroffenen Tourismusindustrie. In Costa Rica, der Dominikanischen Republik, Jordanien und Ägypten soll ein Netzwerk von Gender-Beauftragten in Partnerorganisationen und Unternehmen entstehen, das gemeinsame Aktivitäten von Gründerinnen, Unternehmerinnen und weiblichen Führungskräften umsetzt. Weiterhin werden Unternehmen durch Trainingsmodule in der Einführung und Umsetzung einer umfassenden Gender-Politik unterstützt, um dem Ziel der Gleichstellung der Geschlechter in der Tourismusindustrie näher zu kommen. 

Unternehmerinnen: Changemaker

Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft setzt beim Thema Female Empowerment aber auch bei Unternehmerinnen und ihren inspirierenden Ideen selbst an. Beispielsweise entwickelte und testete Yvonne Otieno in einem lab of tomorrow Prozess ihre Geschäftsidee. Ihr Unternehmen Miyonga Fresh Greens bietet nun mobile Lebensmittelverarbeitungseinheiten zur Rettung von überschüssigen Lebensmitteln in Kenia an. Auch das von enpact e.V. durchgeführte „Covid-19 relief programme“ schafft Veränderungen. Das Projekt unterstützt junge Unternehmerinnen und Unternehmer durch ein umfassendes Mentoringprogramm dabei, ihre Geschäftsmodelle krisenresilienter aufzustellen. 

Im nachfolgenden Video können Sie die Reise von vier dieser Unternehmerinnen verfolgen, die bemerkenswerte Einblicke in ihre Geschäftskonzepte, deren soziale Wirkungen und ihre Motivation geben. Ihre Geschichten sind unterschiedlich, aber eines haben sie gemeinsam: Sie sind Changemaker.

Profil von vier Frauen/ profile of four women

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