Lieferanten stärken. Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette umsetzen
Trainingsprogramm für ein verbessertes Lieferkettenmanagement für Exporteure aus Entwicklungs- und Schwellenländern
Partners in Transformation unterstützen deutsche Unternehmen und deren Zulieferer in Entwicklungs- und Schwellenländern, wenn sie ihren Sorgfaltspflichten nachkommen und Umwelt- und Sozialstandards einführen wollen. Hierfür haben sie zusammen mit dem Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) ein Trainingsprogramm speziell zum Lieferkettenmanagement entwickelt. Die Trainings richten sich an Produzent:innen in den Partnerländern des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und werden von diesem finanziert.
Die Bewerbungsphase für die aktuellen Trainingsprogramme ist gestartet. Die nächsten Trainings finden in Argentinien, Südafrika und Ecuador statt:
Argentinien
Jetzt Partner informieren & anmelden bis zum 20. Juni 2026
Trainingsstart: 3. Juli 2026
Lieferantentraining Argentinien
Südafrika
Jetzt Partner informieren & anmelden bis zum 22. Juni 2026
Trainingsstart: 6. Juli 2026
Lieferantentraining Südafrika
Ecuador
Jetzt Partner informieren & anmelden bis zum 30. Juni 2026
Trainingsstart: 15. Juli 2026
Lieferantentraining Ecuador
Business Support Organisationen stärken – durch ESG-Trainings für nachhaltige EU-Lieferketten
Für Business Support Organisations (BSOs) bieten wir außerdem ein Training of Trainers (ToT) an. Die Termine finden in Argentinien vom 24.–26. Juni 2026, in Südafrika vom 29. Juni–1. Juli 2026 und in Ecuador vom 1.–3. Juli 2026 statt. Zusätzlich wird im Oktober ein Refresher-Termin angeboten.
Wenn Sie interessierte Partner-BSOs in den jeweiligen Ländern haben, kontaktieren Sie uns gern!
Fit für den europäischen Markt
In Zusammenarbeit mit internationalen Partnern haben wir eine praxisnahe Trainingsreihe entwickelt, die Zulieferunternehmen aus Entwicklungs- und Schwellenländern sowie aus EU-Nachbarstaaten und aus Ländern im asiatischen Raum gezielt auf die wachsenden Anforderungen europäischer Märkte vorbereitet. Frühzeitiges Handeln schafft Klarheit und Vertrauen auf beiden Seiten.
Die Trainingsreihe richtet sich an Unternehmen aus BMZ Partnerländern.
Warum dieses Training wichtig ist
Viele Zulieferer kennen die aktuellen Anforderungen rund um menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten noch nicht. Hier setzt das Trainingsprogramm an:
- Zulieferunternehmen erhalten praxisnahe Unterstützung, um frühzeitig Sorgfaltsprozesse zu etablieren und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
- Deutsche Unternehmen profitieren, indem ihre Geschäftspartner über gesetzliche Vorgaben und Marktanforderungen informiert sind – eine wichtige Grundlage für stabile, zukunftsfähige Geschäftsbeziehungen.
Die Trainingsmodule im Überblick
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Einführung in die zentralen Anforderungen der Nachhaltigkeitsgesetzgebung in Europa (insbesondere CSDDD und EUDR) und deren praktische Bedeutung
Referenten: Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte
Ort: Online
Teilnehmerkreis: Offen für alle interessierten Unternehmen
Wissen und praktische Hilfe
Das mehrstufig aufgebaute Trainingsprogramm soll Exporteur:innen aus Entwicklungs- und Schwellenländern die relevanten europäischen Gesetze und international geltenden Standards der Vereinten Nationen und der OECD und deren Auswirkungen auf alle Stufen der Lieferkette vermitteln. Vor dem Hintergrund, dass die Einhaltung der Gesetze und Vorschriften für eine nachhaltige und faire Lieferkette zunehmend auch von Investor:innen und Konsument:innen eingefordert wird, bietet das Programm Unternehmen umfassende praxisorientierte Unterstützung. Lieferanten unterstützt es dabei, Umwelt-, Sozial- und Management-Standards einzuführen und diesbezüglich steigende Kundenanforderungen zu erfüllen.
Voraussetzungen für gute Exportbeziehungen
Die Umsetzung von Umwelt- und Sozialstandards ist wichtiger Bestandteil der Geschäftsbeziehungen innerhalb globaler Lieferketten. Für deutsche und europäische Unternehmen gelten die folgenden gesetzlichen Regelungen: Unternehmen ab einer definierten Größe müssen menschenrechtliche und ökologische Sorgfaltsprozesse implementieren. Sie müssen nachhaltige Einkaufspraktiken umsetzen und mit den Zulieferern effektiv und angemessen zusammenarbeiten. Unternehmen aus dem Globalen Süden betreffen diese Pflichten nicht. Aber: In der Praxis zeigt sich, dass große Unternehmen die an sie gerichteten Anforderungen teilweise an ihre Lieferant:innen weiterreichen – auch an nicht-europäische Unternehmen. Für die Zulieferer ist es insofern wichtig, einen guten Umgang mit dieser Art Kundenanforderungen zu finden.

