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IT-Kompetenz mit Siemens und UN Women. African Girls Can Code

3 Min

Die Idee

Die Tech- und IT-Branche wächst rasant, auch in Afrika. Das Beherrschen von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wird immer mehr zum kleinen Einmaleins.  Insbesondere für junge Frauen bietet der digitale Raum neue Chancen. Diese können viele, vor allem in Afrika, nicht nutzen, denn es haben nur 31 Prozent von ihnen, Zugang zum Internet. Vor diesem Hintergrund hat UN Women einen Weg gesucht, um jungen Frauen Chancen auf dem IT-Arbeitsmarkt zu eröffnen. 

Die Challenge

UN Women brauchte Partner für die fachliche Umsetzung und Finanzierung. Siemens unterstützt die Initiative seit 2022 kontinuierlich und hat zugesichert, das Engagement bis mindestens 2030 fortzuführen. Das Unternehmen fördert die Ausbildung der nächsten Generation von Tech-Talenten, stärkt digitale Kompetenzen vor Ort und setzt gezielt auf die Förderung von Frauen im IT-Sektor.

Der Projektansatz

Die Initiative African Girls Can Code qualifiziert junge Frauen in zehn afrikanischen Ländern gezielt für den digitalen Arbeitsmarkt. 

Die Umsetzung

Gemeinsam mit nationalen Ministerien und relevanten Wirtschaftsakteuren werden Coding Camps und Learning Center aufgebaut, die praxisnahen Ausbildungen in Programmierung, Informatik, Design und digitaler Kompetenzentwicklung anbieten. Um langfristige Wirkung zu erzielen, unterstützt AGCCI die Verankerung von Geschlechtergerechtigkeit, digitaler Bildung und Programmierkenntnissen in nationalen Lehrplänen. Dadurch entstehen nachhaltige Strukturen, die jungen Frauen neue Chancen auf Einkommen, Beschäftigung und Unternehmertum im digitalen Sektor eröffnen. Eine digitale Plattform ergänzt die Maßnahmen durch Mentoring, E-Learning und Qualifizierungsangebote. Sie schafft zugleich direkte Schnittstellen zu Unternehmen, Praktika, Arbeitsmöglichkeiten und innovationsorientierten Netzwerken. Medien- und Aufklärungskampagnen erhöhen die Reichweite und machen sowohl die Relevanz des Themas als auch die Erfolgsgeschichten der Teilnehmerinnen sichtbar.

Das Ergebnis

In Phase 3 verbessern über 240 junge Frauen in den AWE-unterstützten Ländern Uganda und Ruanda in 4 Coding Camps innerhalb von 12 Monaten ihre digitalen Kompetenzen, Programmierkenntnisse und persönliche Entwicklung.  Seit 2022 wurden fast 1.000 junge Frauen in Südafrika, Ruanda, Uganda, Senegal und Kenia in Coding Camps durch Siemens gefördert.

Die beteiligten Unternehmen (u.a. Siemens) gewinnen Zugang zu qualifizierten Fachkräften, stärken ihre Innovationskraft und ihr gesellschaftliches Engagement, während sie gleichzeitig zur nachhaltigen Entwicklung von Kompetenzen und Arbeitsmarktchancen in afrikanischen Märkten beitragen.

Technische Ausstattung für die Teilnehmerinnen wurde langfristig bereitgestellt, um digitale Bildung über die Coding Camps hinaus verfügbar zu machen.Die Initiative eröffnet deutschen Unternehmen Möglichkeiten, sich in wachstumsstarken Märkten des Globalen Südens zu positionieren. Durch die gezielte Förderung des Zugangs von jungen Frauen zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) entstehen neue Talente, Kundengruppen und Innovationspotenziale.

Unternehmen können sich mit finanziellen Beiträgen, fachlichem Know-how oder In-kind-Leistungen wie Technologie, Ausstattung oder Trainingsressourcen engagieren. Dadurch übernehmen sie nicht nur gesellschaftliche Verantwortung, sondern profitieren auch unmittelbar: Zugang zu qualifizierten Fachkräften, Stärkung lokaler Wertschöpfungsketten und Mitgestaltung zukunftsweisender Märkte.  So wird die Ausbildung der nächsten Generation von Tech-Talenten mit dem Aufbau resilienter Wirtschaftsstrukturen verbunden – ein Win-win für Entwicklung und Unternehmen gleichermaßen.

Die Partner

Die AWE hat die dritte Projektphase  (2024 -2025) maßgeblich beeinflusst und unterstützte das AGCCI-Programm über die gesamte Zeit. Sie hat dafür gesorgt, dass das Programm stärker an der Wirtschaft ausgerichtet wird. Sie fördert das Projekt mit finanzieller Unterstützung des BMZ, vernetzt UN Women mit weiteren Unternehmen und stärkt die Sichtbarkeit über Social-Media-Kampagnen.

Weitere Beteiligte

  • Siemens, Allianz, STELA Inc., Creativity Lab Ltd.
  • Kommission der Afrikanischen Union (AU):
  • Internationale Organisationen: UNECA, UNESCO, UNICEF
  • Regierung des Königreichs Belgien
  • Lokale Akteure: Bezirksverwaltungen, Kirchenvertretung, Universitäten, Schulen und lokale Gemeinschaften

Die Erfahrungen

Die Investition in den Aufbau spezialisierter Tech-Hubs und die Entwicklung nationaler Fahrpläne ist entscheidend, um langfristiges, inklusives und skalierbares digitales Lernen sicherzustellen. Diese Hubs erweitern nicht nur die Reichweite des AGCCI-Programms über die periodischen Camps hinaus, sondern dienen auch als kosteneffiziente, ganzjährig nutzbare Zentren für geschlechtergerechte MINT-Bildung und legen die Grundlage für zukünftige nationale Investitionen.

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Karla Luzette Beteta Brenes

Karla Luzette Beteta Brenes

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