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AWE auf der ITB Berlin

Eingang ITB Messe mit Fahnen

Nachhaltiges Reisen muss Standard werden

Der Tourismus bietet viele Ansatzpunkte für Nachhaltigkeit. Auf dem ITB-"Nachhaltigkeitstag" ging es um die Frage, wie Entwicklungszusammenarbeit und Reisebranche diese Chance gemeinsam nutzen können.

Die "schönsten Wochen des Jahres" sollen nicht nur gut für die Urlauber sein, sondern auch für die Menschen in den Reiseländern. Das war der Tenor beim "Tourism for Sustainable Development Day" auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) Berlin. Die führende Reisemesse mit 160.000 Besuchern fand vom 4. bis zum 8. März 2019 statt.

Am Stand des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) informierten Augusto Acosta und Karla Luzette Beteta Brenes, AWE Senior-Beraterin für den Bereich Tourismus, über Fördermöglichkeiten seitens der Entwicklungszusammenarbeit für Tourismusprojekte. "Tourismus ist ein Querschnittsthema, das von Digitalisierung über Klimaschutz bis hin zu fairen Arbeitsbedingungen eine Vielzahl von Inhalten umfasst. Deshalb bietet die Reisebranche ein so großes Potenzial für die Entwicklung", erklärt die AWE-Expertin.

Zudem stellte die AWE Beraterin Jenny Ohme dem Fachpublikum auf der ITB in einem Vortrag das Beratungsangebot des NAP Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte sowie den CSR Risiko-Check vor. Mithilfe dieses Online-Tools erhalten beispielsweise Reiseanbieter einen Überblick zur menschenrechtlichen Situation in Reiseländern sowie Empfehlungen, wie sie potentielle Risiken in ihrer Wertschöpfungskette abwenden können.

In seiner Keynote-Rede zum ITB-"Nachhaltigkeitstag" am 7. März 2019, betonte der Parlamentarische Staatssekretär im BMZ, Norbert Barthle MdB, die Bedeutung des nachhaltigen Tourismus für die Entwicklung. Um durch den Tourismus Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren, müssen vier Aspekte beachtet werden, so Barthle: Klimaschutz, faire Arbeitsbedingungen, Schutz von Natur- und Kulturgütern sowie die Beteiligung lokaler Gemeinschaften an der Wertschöpfung. Die Basis für nachhaltigen Tourismus sei die Einhaltung der Menschenrechte.

Das BMZ unterstützt nachhaltigen Tourismus unter anderem durch die "Allianz für Entwicklung und Klima" sowie durch den "Branchendialog Tourismus für nachhaltige Entwicklung". Beim Thema Tourismus arbeitet das BMZ mit dem Bundeswirtschafts- und dem Bundesumweltministerium zusammen und steht im Dialog mit der Wirtschaft.

Als positives Beispiel präsentierte sich im Rahmen einer Podiumsdiskussion das Reiseland Costa Rica. Ihr Land messe den Erfolg des Tourismus nicht an der Zahl der Ankünfte, sondern an den Auswirkungen auf Lebensqualität, Bildung und Beschäftigung, unterstrich die costa-ricanische Ministerin für Tourismus, Maria Amalia Revelo Raventós. Das Bundesumweltministerium und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) arbeiten mit Costa Rica zusammen, um Flugverkehr und Kreuzfahrttourismus nachhaltiger zu machen.

Tunesien stand im Mittelpunkt einer weiteren Diskussionsrunde. Nach einem Rückgang der Gästezahlen hat sich die Reisebranche in dem nordafrikanischen Land erholt. In Tunesien geht es nun darum, Qualitätstourismus zu stärken. Deshalb wollen das tunesische Tourismusministerium und der Deutsche Reiseverband (DRV) ihre Ausbildungspartnerschaften im Hotelgewerbe ausbauen.

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