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„Ich will Mittelständlern die Scheu vorm internationalen Parkett nehmen“

Carolin Welzel in Gespräch

Keine Beratung ohne Beraterinnen und Berater: Die Agentur für Wirtschaft und Entwicklung versteht sich als zentraler Ansprechpartner für Investitionen und nachhaltige Projekte in Schwellen- und Entwicklungsländern. Doch wer sind die Köpfe dahinter? In dieser Reihe stellen wir Ihnen unsere Branchenexpertinnen und -experten vor. Den Auftakt macht Seniorberaterin Carolin Welzel. 

Frau Welzel, angenommen, Sie werden auf einer Veranstaltung gefragt, was Sie beruflich machen. Wie erklären Sie das dem Laien?
Welzel:
Ich bin bei einer auf Entwicklungs- und Schwellenländer spezialisierten Unternehmensberatung, die im Auftrag der Bundesregierung arbeitet, und zeige Unternehmen ihre Geschäftschancen in Ländern wie Südafrika, Ghana oder Brasilien auf. Mein Aufgabenbereich ist die Zusammenarbeit mit Entwicklungsbanken und internationalen Organisationen, zum Beispiel die Europäische Union und die Vereinten Nationen.

Was begeistert Sie an dieser Aufgabe? 
Welzel:
Es gibt hier einfach riesiges noch nicht ausgeschöpftes Potenzial! Das trifft zwar generell auf die Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Schwellenländern und damit auf unser gesamtes Geschäftsfeld zu, ganz besonders gilt es aber für die Entwicklungsbanken. Deutsche Unternehmen nutzen viel zu selten die Möglichkeit, ihr Auslandsgeschäft durch Aufträge von Weltbank, Asiatischer Entwicklungsbank und Co. auszuweiten. Zugegeben, es braucht ein bisschen Einsatz, bis solche Gebote vorbereitet sind. Wenn aber die „Hausaufgaben“ einmal gemacht sind, können Unternehmen auch in anderen Ausschreibungen sehr gut darauf aufbauen. Viele Erfahrungswerte lassen sich auch von Bank zu Bank übertragen. Dabei sind Ausschreibungen für die Geschäftspartner besonders attraktiv, denn die Zahlung ist durch Partner wie die Weltbank immer gesichert. Das gilt auch in sogenannten „schwierigen“ Märkten, wo Investitionen sonst risikobehaftet sind.

Es gibt ja keinen typischen Werdegang, um AWE-Beraterin oder -Berater zu werden. Wie ist das bei Ihnen: Welche Ihrer bisherigen beruflichen Stationen war für Ihre heute Tätigkeit am wichtigsten? 
Welzel:
Vermutlich alle zusammengenommen. Besonders spannend waren die letzten drei Jahre als EZ-Scout beim Bundesverband der deutschen Industrie (BDI). In dieser Zeit konnten wir das erste operative Vorhaben des BDI in Kooperation mit dem Bundesentwicklungsministerium in Ostafrika aufbauen. Ich habe währenddessen einen Eindruck davon bekommen, welche Themen die Wirtschaft umtreiben. Die drei Jahre, die ich als Projektleiterin für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) in Nordafrika verbracht habe, sind für meine heutige Arbeit ebenfalls sehr wichtig: Denn bei der Beratung sollte immer realistisch vermittelt werden, was die Unternehmen in einem unserer Partnerländer erwartet.

Von links: Dr. Corinna Franke Wöller (Leitung, AWE), Michaella Rugwizangoga (CEO, VW Mobility Solutions Rwanda), Carolin Welzel (Senior Beraterin, AWE), Lynda Aphing-Kouassi (CEO, Cabinet Kaizene).

Von links: Dr. Corinna Franke Wöller (Leitung, AWE), Michaella Rugwizangoga (CEO, VW Mobility Solutions Rwanda), Carolin Welzel (Senior Beraterin, AWE), Lynda Aphing-Kouassi (CEO, Cabinet Kaizene).

Welche Veranstaltung ist Ihr Highlight im Jahreskalender: Wo kann man Sie treffen?
Welzel:
Neben vielen anderen: Natürlich auf dem Oktoberfest der AWE! Das ist unser Highlight im Jahreskalender und ein guter Anlass zum Netzwerken. 

Wohin führte Ihre letzte Dienstreise – und warum waren Sie unterwegs?
Welzel:
Mit unseren Partnern aus der Kammer- und Verbandslandschaft haben wir in den letzten Monaten viele Veranstaltungen organisiert, um über die Geschäftschancen bei den Entwicklungsbanken zu informieren, beispielsweise in Düsseldorf, München, Hamburg, Stuttgart und Nürnberg. Ein bisschen länger dauern die Reisen zu den „Business Opportunity Seminaren“, die die großen Banken jährlich organisieren, beispielsweise die Asiatische Entwicklungsbank im März 2019 in Manila.

Ihr Lesetipp: Welche Studie oder welchen Branchenreport empfehlen Sie? 
Welzel:
Für den Bereich Entwicklungsbanken ist der Titel „Multilaterale und bilaterale Entwicklungsbanken als Projektpartner“ von Dr. Joachim Richter der ideale Einstieg. Davor könnte man noch auf unserer Website den Bereich Internationale Ausschreibungen studieren….

Was würden Sie beruflich mit der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung gern erreichen? 
Welzel:
Ich würde gern noch mehr mittelständischen Unternehmen die Scheu vorm Schritt aufs internationale Parkett nehmen. Und dabei ein paar innovative Projekte anschieben. 

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