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#TeamEurope für die Partnerländer: EU hilft mit 15 Milliarden Euro

Gemeinsam gegen die Krise: Die Europäische Union unterstützt Partnerländer weltweit dabei, die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie abzufedern. Egal, ob Beratung oder Sachgüter im Fokus stehen – viele dieser Unterstützungsleistungen werden ausgeschrieben. So können sich auch deutsche Unternehmen ins Spiel bringen.

„Us together instead of me first“ – Wir zusammen statt jeder für sich: Unter diesem Motto hat Jutta Urpilainen, EU-Kommissarin für Partnerschaften und Entwicklung, zu einem neuen, verstärkten Multilateralismus im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie aufgerufen. Die Maßnahmen  der EU-Kommission für Partnerschaften und Entwicklung lassen sich in drei Schwerpunkte gliedern:

  1. Not- und Krisenunterstützung für die Partnerländer der EU in Afrika, Asien und Lateinamerika sowie Liquiditätshilfe für Banken
  2. Aufstockung der Gesundheitsprogramme der EU in diesen Partnerländern, Unterstützung von Forschungsprojekten und Vorbereitung von Impfkampagnen
  3. Maßnahmen, um die wirtschaftlichen, sozialen und rechtsstaatlichen Gefahren der Pandemie abzufedern

Pandemie lokal bekämpfen: vor Ort in den Partnerländern

Mit rund 15 Milliarden Euro sollen die Partnerländer der EU in Afrika, Lateinamerika und Asien dabei unterstützt werden, die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie vor Ort aufzufangen. Das leitende Prinzip dabei: Das Geld wird dort ausgegeben, wo es auch gebraucht wird, nämlich auf lokaler Ebene. Daher sind für die Umsetzung der Unterstützungsmaßnahmen die jeweiligen EU-Delegationen in den Ländern zuständig – hier werden die Projekte angestoßen und begleitet, die dringend erforderlich sind. Bei den Geldern handelt es sich nur zum kleinen Teil um neue Fördermittel, der überwiegende Teil stammt aus bestehenden Töpfen, deren Mittel umgewidmet werden. Drei Beispiele für konkrete EU-Projekte:

  • Kurzfristige Unterstützung für Unternehmen in Georgien: So konnten diese Nähmaschinen anschaffen und Schutzkleidung in hoher Stückzahl produzieren.
  • Soforthilfe für kleine Betriebe in der Ukraine: Über EU-Mittel gab es bis zu 6.500 Euro Nothilfe für die Unternehmen. Insgesamt stehen finanzielle Mittel von mehr als einer Milliarde Euro für die Balkanländer und Zentralasien bereit, um dort wirtschaftliche Härten abzufedern.
  • Geförderter Ausbau der Laborkapazitäten in Afrika: In Kooperation mit der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung fließen rd. 80 Millionen Euro in dieses Projekt.

Mehr Beispiele über konkrete EU-Hilfen und was diese vor Ort bewirken, finden Sie hier (in englischer Sprache).

Ausschreibungen: So bieten Unternehmen ihre Unterstützungsleistungen an

Im Rahmen all dieser Aktivitäten werden Beratungsleistungen, aber auch Sachgüter ausgeschrieben und beschafft. Dabei können auch deutsche Unternehmen mitbieten und zum Zug kommen. Ausgeschrieben wird direkt auf lokaler Ebene: Die EU-Delegationen in den jeweiligen Ländern listen die Gesuche online auf – hier beispielsweise die entsprechende Seite für die Ukraine. Wir beraten Sie gern, wie Sie Ausschreibungen finden, die zu Ihrem Angebot und zu Ihrem Unternehmen passen, und können Ihnen dafür praxisnahe Tipps geben. 

Direkte Coronahilfe: Umsteuern bei bestehenden Projekten

Die direkte Coronahilfe wird dadurch ergänzt, dass die EU nun bestehende Projekte ergänzt, aufstockt oder inhaltlich verändert. Ein Beispiel ist das Programm Integra (in französischer Sprache), das in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Guinea umgesetzt wird: Schon seit einigen Jahren geht es darum, mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze für junge Menschen zu schaffen und so Migrationsursachen zu bekämpfen. Auf Covid-19 wurde jetzt gleich mehrfach reagiert: Schulungsangebote wurden verstärkt digitalisiert, die Produktion von Schutzmasken hat zusätzliche Jobs geschaffen. Zudem gab es spezielle Gesundheitsschulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Start-ups im Bereich Mobilität und Transport.

Sie haben eine Projektidee? 

Für Unternehmen, die eine Projektidee haben, ist der lokale Kontakt zur EU und ihren Partnern entscheidend, denn letztlich wird über die Einbindung der Wirtschaft vor Ort entschieden. Gern beraten wir Sie zu Ihren Möglichkeiten. 

Ihr Kontakt in der AWE:

Carolin Welzel

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