Partnerschaften schaffen Perspektiven – für die EZ und die Wirtschaft

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit richtet sich stärker an den Interessen Deutschlands aus. Die Partnerschaft zwischen dem Verband der Automobilindustrie (VDA) und der African Association of Automotive Manufacturers (AAAM) beweist, dass entwicklungspolitische Ziele und die Förderung deutscher Wirtschaftsinteressen keine Gegensätze sind.
Wertschöpfung vor Ort schaffen
Afrika verfügt über große Rohstoffvorkommen und enormes industrielles Potenzial. Bislang findet jedoch ein Großteil der Wertschöpfung außerhalb des Kontinents statt. Genau hier setzt die Partnerschaft zwischen dem Verband der Automobilindustrie (VDA) und der African Association of Automotive Manufacturers (AAAM) an. Im Mittelpunkt steht der Aufbau eines starken panafrikanischen Branchenverbandes, der die Interessen seiner Mitglieder wirksam vertreten kann. Gemeinsam entwickeln VDA und AAAM Dienstleistungen für Unternehmen, bauen ein professionelles Mitgliedermanagement auf und stärken die finanzielle Eigenständigkeit des Verbandes. Gleichzeitig unterstützt das Projekt AAAM dabei, afrikanische Regierungen bei der Entwicklung moderner Industrie- und Automobilstrategien zu beraten, gemeinsame Standards für Elektromobilität und Ladeinfrastruktur zu entwickeln und den Ausbau regionaler Lieferketten voranzutreiben. Veranstaltungen wie der IAA Africa Day, das Automotive Forum auf der Intra-African Trade Fair oder Fachdialoge mit Politik und Wirtschaft bringen Unternehmen, Investoren und Regierungen zusammen und schaffen die Voraussetzungen für Investitionen und neue Arbeitsplätze.
Chancen für Afrika – und für Deutschland
Von der Stärkung des afrikanischen Verbandes profitieren beide Seiten. Neue Produktionsstandorte, lokale Zulieferer und qualifizierte Arbeitskräfte schaffen Beschäftigung und Wertschöpfung in Afrika. Gleichzeitig eröffnen sich für deutsche Unternehmen neue Absatzmärkte, belastbare Lieferketten und langfristige Investitionsperspektiven. Gerade für die Transformation der Automobilindustrie und den Hochlauf der Elektromobilität gewinnen afrikanische Partner und ihre Rohstoffe zunehmend an strategischer Bedeutung. Afrika ist klar ein Zukunftsmarkt für die deutsche Automobilindustrie und Partner für die Neuausrichtung globaler Wertschöpfungsketten.
Mehrwert durch systemischen Ansatz
Das Besondere an diesem Projekt ist, dass es nicht einzelne Unternehmen fördert, sondern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eines ganzen Sektors auf dem afrikanischen Kontinent verbessert. Ein leistungsfähiger Branchenverband, gemeinsame Standards, verlässliche Industriepolitik und regionale Netzwerke schaffen Voraussetzungen, von denen afrikanische Unternehmen ebenso profitieren wie deutsche Hersteller und Zulieferer. So entsteht nachhaltige Wertschöpfung auf beiden Seiten – ein Ansatz, der beispielhaft für den neuen Kurs der deutschen Entwicklungszusammenarbeit steht.
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