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Von Nepals Bergen in deutsche Bio-Regale

Kleinbäuerinnen und -bauern in Nepals Bergregionen kämpfen mit den Folgen des Klimawandels und fehlendem Zugang zu internationalen Märkten. Gleichzeitig suchen deutsche Unternehmen nach transparenten und nachhaltigen Lieferketten. Ein gemeinsames Projekt der Midsona Deutschland GmbH, dem Technologieunternehmen aQysta und der GIZ im Rahmen des develoPPP-Programms zeigt, wie beides zusammengehen kann – mit regenerativer Landwirtschaft, erneuerbarer Energie und neuen Exportchancen.

In Nepals Bergregion stehen viele Kleinbäuer*innen vor wachsenden Herausforderungen. Der Klimawandel führt zu unregelmäßigen Regenzeiten, Böden verlieren durch Monokulturen an Fruchtbarkeit und vielerorts gibt es nur einen begrenzten Zugang zu Bewässerung. Gleichzeitig bleiben ihnen lukrative internationale Märkte verschlossen, etwa weil Bio-Zertifizierung fehlen. 

Währenddessen sucht das deutsche Unternehmen Midsona, Pionierin der deutschen Bio-Lebensmittelbranche, alternative Rohstoffquellen, um die Abhängigkeit von intransparenten chinesischen Lieferketten zu verringern und den CO2-Ausstoß zu verringern.

Genau hier setzt ein gemeinsames Projekt an: Seit 2025 arbeitet Midsona zusammen mit dem in Nepal tätigen Unternehmen aQysta und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Rahmen des develoPPP-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) daran, eine transparente und nachhaltige Wertschöpfungskette für Bio-Produkte aus Nepal aufbauen.

Was wird getan:

  • Schulungen in regenerativer Landwirtschaft stärken die Resilienz nepalesischer Kleinbäuer*innen gegenüber den Folgen des Klimawandels.
  • Der Einsatz erneuerbarer Energien bei Bewässerung und Verarbeitung reduziert den CO2-Ausstoß.
  • Digitale Traceability-Tools ermöglichen eine durchgängig rückverfolgbare Lieferkette.
  • Durch Bio-Zertifizierungen erhalten Kleinbäuer*innen Zugang zu internationalen Märkten und steigern ihr Einkommen

Mithilfe des Projekts kann das deutsche Bio-Unternehmen Midsona seinen Betrieb dekarbonisieren, dank diversifizierter Lieferketten seine Abhängigkeit von chinesischen Zulieferern reduzieren und widerstandsfähiger gegenüber politischen, sozialen und klimatischen Schocks werden. 

Die nepalesischen Kleinbauern werden durch neue Anbaumethoden widerstandsfähiger gegenüber dem Klimawandel und profitieren von höheren Einkommen, da sie Zugang zu neuen Exportmärkten für Bio-Produkte erhalten.

Erste Projektergebnisse zeigen Wirkung: Die ersten Container mit Erzeugnissen aus dem Projekt wurden inzwischen von Nepal an Midsona nach Deutschland verschickt. Für Midsona bedeutet das eine nachhaltigere und resilientere Lieferkette und für beteiligten Kleinbäuer*innen die Schaffung von neuen Einkommensmöglichkeiten und eine bessere Perspektive in Zeiten des Klimawandels.

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