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Bessere Ernten mit Bayer, Grimme, Pöttinger

Die Idee

In vielen Regionen Kenias und Tansanias bewirtschaften Kleinbauern ihre Flächen überwiegend manuell oder mit Zugtieren. Fehlender Zugang zu moderner Landtechnik und begrenztes Wissen bezüglich guter Praktiken des integrierten Pflanzenbaus begrenzt die Produktivität, erschwert die Anwendung guter landwirtschaftlicher Praktiken und verringert Einkommen und Resilienz gegenüber Klimarisiken.
Zugleich fehlt es häufig an lokalen Dienstleistern, die mechanisierte Dienstleistungen wie Bodenbearbeitung, Aussaat oder Pflanzenschutz für Kleinbauern anbieten können.
 

In vielen Regionen Kenias und Tansanias bewirtschaften Kleinbauern ihre Flächen überwiegend manuell oder mit Zugtieren. Es fehlt der Zugang zu moderner Landtechnik und Pflanzenschutz sowie das Wissen zu integrierten Anbaupraktiken. Die Produktivität ist enstprechend niedrig  gute landwirtschaftliche Praktiken können nicht ausreichend angewendet werden. Das verringert das Einkommen der Bäuer*innen und die Resilienz gegenüber Klimarisiken.  Für deutsche Agrartechnik- und Agrarunternehmen bieten sich Chancen, durch innovative Geschäftsmodelle zur nachhaltigen Mechanisierung der Landwirtschaft beizutragen und gleichzeitig neue Märkte zu erschließen. 

  • begrenztes Wissen zu integrierten Anbaupraktiken…“
  • „…gleichzeitig fehlt es an lokalen Dienstleistern für mechanisierte Services“

Der Projektansatz

Im Rahmen des Projekts African AgriCenter of Excellence (AAE) entwickelten die Unternehmen gemeinsam mit lokalen Partnern ein Modell für nachhaltige landwirtschaftliche Mechanisierung. Kern des Ansatzes war der Aufbau lokaler Mechanization Service Providers (MSP), die landwirtschaftliche Maschinen als Dienstleistung für Kleinbauern anbieten Investitionsbarrieren für Kleinbauern reduzieren

Die Umsetzung

Wesentliche Projektmaßnahmen umfassten:

  • Aufbau von Mechanisierungshubs in Kenia und Tansania
  • Bereitstellung moderner Landtechnik für Kartoffel- und Getreideanbau
  • Schulung von MSP-Managern und Maschinenbedienern
  • Trainingsprogramme für Kleinbauern zu Good Agricultural Practices (GAP) entlang meachinisierter Wertschöpfungsketten
  • Demonstrationsflächen zur Veranschaulichung mechanisierter Anbauverfahren
  •  Entwicklung von Trainingshandbüchern für mechanisierte Wertschöpfungsketten
  • Inklusive sicherer Anwendung von Pflanzenschutzmittel

Durch Demonstrationen und Schulungen konnten Landwirte den Nutzen moderner Mechanisierung praktisch kennenlernen und neue Produktionsmethoden übernehmen.

„Früher brauchten wir viele Tage, um unsere Felder zu bestellen. Heute können wir mit Maschinen viel schneller arbeiten und bessere Erträge erzielen.“

Ein Landwirt aus der Region Narok in Kenia beschreibt so den Wandel, den das Projekt African AgriCenter of Excellence ermöglicht hat.
 

Das Ergebnis

Das Projekt erzielte wichtige Fortschritte beim Aufbau nachhaltiger Mechanisierungsstrukturen:

  • 1.793 Kleinbauern wurden in moderner moderner Landwirtschaft, Mechanisierung und Pflanzenschutz geschult
  • 130 Mechanization Service Provider und Maschinenoperatoren erhielten technische und unternehmerische Trainings
  • mindestens 130 saisonale Arbeitsplätze im Mechanisierungssektor wurden geschaffen
  • viele teilnehmende Haushalte konnten ihre Einkommen deutlich steigern,
    durchschnittlich +10,6 % in Kenia, durchschnittlich +27,4 % in Tansania
  •  mehrere Demonstrationszentren und Mechanisierungshubs wurden aufgebaut
  • In einigen Projektregionen stieg außerdem der Anteil der Landwirte, die Traktordienstleistungen nutzen, deutlich an.

Das Projekt ermöglichte den beteiligten deutschen Unternehmen:

  • Demonstration und Anpassung moderner Agrartechnologien an lokale Bedingungen
  • Aufbau von Partnerschaften mit lokalen Unternehmen und landwirtschaftlichen Dienstleistern
  • Entwicklung skalierbarer Geschäftsmodelle für landwirtschaftliche Mechanisierung
  • langfristige Marktchancen im wachsenden Agrarsektor Ostafrikas

Damit trägt das Projekt zur wirtschaftlichen Entwicklung vor Ort und stärkt die  internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Agrartechnik.

Die Erfahrung

Die Mechanisierung und der richtige Anwendung von Pflanzenschutzmaßnahmen im Kartoffel- und Getreideanbau ist eine wesentliche Voraussetzung  für die nachhaltige Ertragssteigerung der Landwirtschaft in Ostafrika. Durch sie werden sowohl die Qualität als auch die Menge des Ernteertrags erheblich gesteigert. 
Der Aufbau eines Netzes von Service-Providern verbunden mit Schulung und Vorführungen ist ein erfolgversprechendes Model, um auch Kleinbauern den Zugang zur Mechanisierung zu eröffnen, ihnen Zugang zur Vermarktung zu erschließen und damit Einkommen sowie Entwicklung zu sichern. 
Für die teilnehmenden Unternehmen bietet das Projekt die Chance, Produkte in Ostafrika zu vermarkten, die den lokalen Bedingungen angepasst sind. 

Die Partner

AWE: Die Agentur für Wirtschaft und Entwicklung unterstützte das Vorhaben in der frühen Projektphase durch Beratung zu Kooperationsmöglichkeiten mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und zu geeigneten Förderinstrumenten. Insbesondere:

  • Beratung der beteiligten Unternehmen zu Fördermöglichkeiten im Rahmen von develoPPP.de
  •  Unterstützung bei der Anbahnung der Kooperation zwischen den Unternehmen und der DEG
  • Begleitung des Projekts im Kontext der Zusammenarbeit zwischen Entwicklungszusammenarbeit und Privatwirtschaft

Damit leistete die AWE einen Beitrag dazu, dass das Projekt als öffentlich-private Partnerschaft umgesetzt werden konnte.

develoPPP (DEG) organisierte mit der DEG die Finanzierung im Rahmen einer Public Private Partnership sowie die Umsetzungsunterstützung

Bayer AG, GRIMME Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG und PÖTTINGER Landtechnik GmbH lieferten die Technik und Know-how

Lokale Partner waren Kibaigwa Flour Supplies (Tansania), TingA Ltd (Kenia), ACT Network

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Ulrich Boysen

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