Landmaschinen zu Verleihen mit Bayer, Grimme, Pöttinger.

Die Idee
In vielen Regionen Kenias und Tansanias bewirtschaften Kleinbauern ihre Flächen überwiegend manuell oder mit Zugtieren. Fehlender Zugang zu moderner Landtechnik begrenzt die Produktivität, erschwert die Anwendung guter landwirtschaftlicher Praktiken und verringert Einkommen und Resilienz gegenüber Klimarisiken. Für deutsche Agrartechnik- und Agrarunternehmen bieten sich Chancen, durch innovative Geschäftsmodelle zur nachhaltigen Mechanisierung der Landwirtschaft beizutragen und gleichzeitig neue Märkte zu erschließen.
Der Projektansatz
Im Rahmen des Projekts African AgriCenter of Excellence (AAE) entwickelten die Unternehmen gemeinsam mit lokalen Partnern ein Modell für nachhaltige landwirtschaftliche Mechanisierung. Kern des Ansatzes war der Aufbau lokaler Mechanization Service Providers (MSP), die landwirtschaftliche Maschinen als Dienstleistung für Kleinbauern anbieten.
Die Umsetzung
Wesentliche Projektmaßnahmen umfassten:
- Aufbau von Mechanisierungshubs in Kenia und Tansania
- Bereitstellung moderner Landtechnik für Kartoffel- und Getreideanbau
- Schulung von MSP-Managern und Maschinenbedienern
- Trainingsprogramme für Kleinbauern zu Good Agricultural Practices (GAP)
- Demonstrationsflächen zur Veranschaulichung mechanisierter Anbauverfahren
- Entwicklung von Trainingshandbüchern für mechanisierte Wert-schöpfungsketten
Durch Demonstrationen und Schulungen konnten Landwirte den Nutzen moderner Mechanisierung praktisch kennenlernen und neue Produktionsmethoden übernehmen.
Das Ergebnis
Das Projekt erzielte wichtige Fortschritte beim Aufbau nachhaltiger Mechanisierungsstrukturen:
- 1.793 Kleinbauern wurden in moderner Landwirtschaft und Mechanisierung geschult
- 130 Mechanization Service Provider und Maschinenoperatoren erhielten technische und unternehmerische Trainings
- mindestens 130 saisonale Arbeitsplätze im Mechanisierungssektor wurden geschaffen
- viele teilnehmende Haushalte konnten ihre Einkommen deutlich steigern,
durchschnittlich +10,6 % in Kenia, durchschnittlich +27,4 % in Tansania - mehrere Demonstrationszentren und Mechanisierungshubs wurden aufgebaut
- In einigen Projektregionen stieg außerdem der Anteil der Landwirte, die Traktordienstleistungen nutzen, deutlich an.
Das Projekt ermöglichte den beteiligten deutschen Unternehmen:
- Demonstration und Anpassung moderner Agrartechnologien an lokale Bedingungen
- Aufbau von Partnerschaften mit lokalen Unternehmen und landwirtschaftlichen Dienstleistern
- Entwicklung skalierbarer Geschäftsmodelle für landwirtschaftliche Mechanisierung
- langfristige Marktchancen im wachsenden Agrarsektor Ostafrikas
Damit trägt das Projekt sowohl zur wirtschaftlichen Entwicklung vor Ort als auch zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Agrartechnik bei.
Die Erfahrung
Die Mechanisierung im Kartoffel- und Getreideanbau ist eine wesntliche Voraussetzung für die nachhaltige Ertragssteigerung der Landwirtschaft in Ostafrika. Mit dem Einsatz von Maschinen werden sowohl die Qualität als auch die Menge des Ernteertrags erheblich gesteigert.
Der Aufbau eines Netzes von Service-Providern verbunden mit Schulung und Vorführungen ist ein erfolgversprechendes Model, um auch Kleinbauern den Zugang zur Mechanisierung zu eröffnen, ihnen Zugang zur Vermarktung zu erschließen und damit Einkommen sowie Entwicklung zu sichern.
Für die teilnehmenden Unternehmen bietet das Projekt die Chance, Produkte in Ostafrika zu vermarkten, die den lokalen Bedingungen angepasst sind.
Die Partner
AWE: Die Agentur für Wirtschaft und Entwicklung unterstützte das Vorhaben in der frühen Projektphase durch Beratung zu Kooperationsmöglichkeiten mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und zu geeigneten Förderinstrumenten. Insbesondere:
- Beratung der beteiligten Unternehmen zu Fördermöglichkeiten im Rahmen von develoPPP.de
- Unterstützung bei der Anbahnung der Kooperation zwischen den Unternehmen und der DEG
- Begleitung des Projekts im Kontext der Zusammenarbeit zwischen Entwicklungszusammenarbeit und Privatwirtschaft
Damit leistete die AWE einen Beitrag dazu, dass das Projekt als öffentlich-private Partnerschaft umgesetzt werden konnte.
develoPPP (DEG) kümmerte sich mit der DEG um die Finanzierung im Rahmen einer Public Private Partnership sowie die Umsetzungsunterstützung
Bayer AG, GRIMME Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG und PÖTTINGER Landtechnik GmbH lieferten die Technik und Know-how
Lokale Partner waren Kibaigwa Flour Supplies (Tansania), TingA Ltd (Kenia), ACT Network
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