Fachkräfteausbildung von deutschen Unternehmen in Kenia

Neue Perspektiven für Fachkräfte in Kenia
Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften wächst in Kenia kontinuierlich – sowohl in der verarbeitenden Industrie als auch im digitalen Sektor. Gleichzeitig fehlt es vielen jungen Menschen an Zugang zu praxisnahen Ausbildungsangeboten, die auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes ausgerichtet sind.
Die DEG Impulse unterstützt daher mit develoPPP-Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zwei neue Projekte deutscher Unternehmen, die gezielt Kompetenzen für zukunftsrelevante Berufe fördern. Die entsprechenden Vereinbarungen wurden im Rahmen des ersten German-Kenya Business Day in Berlin unterzeichnet.
Gemeinsam mit dem kenianischen Partner INDEVO Africa richtet das deutsche Unternehmen Ensinger GmbH ein CNC Training & Demonstration Centre in Nairobi ein. CNC-Technologien (Computer Numerical Control) sind in der modernen Fertigung unverzichtbar, doch qualifizierte Fachkräfte sind bislang nur begrenzt verfügbar. Das neue Ausbildungszentrum soll in den kommenden drei Jahren mehr als 100 Fachkräfte und Ausbilderinnen und Ausbilder in modernen Bearbeitungstechnologien qualifizieren und damit die Wettbewerbsfähigkeit des kenianischen Produktionssektors stärken.
Ein weiteres Projekt setzt die Münchner getINNOtized GmbH gemeinsam mit Azubi Africa um. Ziel ist es, junge Kenianerinnen und Kenianer auf Karrieren in den Bereichen Cloud Computing, Datenanalyse und Künstliche Intelligenz vorzubereiten. Durch die Verbindung von arbeitsmarktorientierter Qualifizierung, KI-gestützter Karriereberatung und gezielter Vermittlung an Arbeitgeber sollen 190 Teilnehmende weitergebildet und 160 junge Fachkräfte in qualifizierte Beschäftigung vermittelt werden.
Beide Vorhaben verdeutlichen, wie deutsche Unternehmen gemeinsam mit lokalen Partnern nachhaltige Ausbildungs- und Beschäftigungsperspektiven schaffen können. Die Projekte stärken zugleich die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Kenia und fördern die Entwicklung dringend benötigter Fachkräfte vor Ort.
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