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Unternehmen und Menschenrechte - wir beantworten Ihre Fragen!

Mit dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) setzt die Bundesregierung Standards für Unternehmen: Umwelt und Soziales, Lieferketten und Menschenrechte – alles beratungsintensive Themen. Der NAP Helpdesk unterstützt Sie dabei!

Sie möchten Metalle für Ihre Anlagen auf dem Weltmarkt einkaufen und wissen nicht, unter welchen Bedingungen diese abgebaut wurden? Oder Sie produzieren selbst etwas in einem schwierigen Markt und brauchen Beratung zu Arbeitsnormen und Menschenrechten? Eine Standorterweiterung ist geplant und soll im Einklang mit den Rechten der Anwohner vor Ort umgesetzt werden? 

Drei von vielen Aspekten Ihres Kerngeschäfts, die nach dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP), relevant sind. Denn Investitionen in Deutschland aber auch in Entwicklungs- und Schwellenländern bergen immer Chancen und Risiken zugleich. Nicht nur für die Wirtschaftlichkeit Ihres Vorhabens, sondern auch für die Bevölkerung vor Ort. Sie als Unternehmerin oder Unternehmer haben die Gelegenheit, mit Ihrem Engagement viel Positives zu bewirken, für Gesundheit, Bildung, faire Arbeit und mehr Wohlstand.
 

Katharina Hermann, Leiterin NAP Helpdesk

Katharina Hermann, Leiterin NAP Helpdesk

Agentur für Wirtschaft & Entwicklung

Unternehmen tragen entscheidend zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Entwicklungs- und Schwellenländern bei: Sie schaffen Arbeitsplätze und Infrastruktur, engagieren sich für Aus- und Weiterbildung. Dabei stehen die Unternehmerinnen und Unternehmer oft vor besonderen Herausforderungen im Bezug auf die Menschenrechte. Wir beim NAP Helpdesk helfen ihnen, diese erfolgreich zu meistern.

Mit dem Einfluss der Unternehmen steigt auch die Verantwortung, überlegt und nachhaltig zu handeln. Und das ist selbst bei bestem Wissen und Gewissen nicht immer so einfach. Insbesondere, wenn es um ein so komplexes Thema wie Menschenrechte geht. Mit der Globalisierung werden auch die Liefer- und Wertschöpfungsketten länger und verflochtener – und damit wird deren Nachverfolgung unter menschenrechtlichen Aspekten auch immer komplexer. 

NAP Helpdesk der Bundesregierung: Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung von Menschenrechten

Um Menschenrechte auch in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten zu verankern, hat die Bundesregierung den Nationalen Aktionsplan (NAP) zur Umsetzung der Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen (VN) verabschiedet. 
Denn nur, wenn Sie als Unternehmerin oder Unternehmer gut informiert sind und potenzielle Risiken kennen, sind Sie auch handlungsfähig und können nachteilige Auswirkungen vermeiden oder zumindest mildern. Da die Einführung menschenrechtlicher Sorgfaltsprozesse insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen eine Herausforderung sein kann, hat die Bundesregierung den sogenannten NAP Helpdesk bei der Agentur für Wirtschaft & Entwicklung (AWE) eingerichtet. Die erfahrenen Beraterinnen und Berater unterstützen Sie gerne dabei, Ihr unternehmerisches Handeln in Entwicklungs- und Schwellenländern umwelt- und sozialverträglich zu gestalten. Die individuelle und vertrauliche Beratung ist kostenfrei und erfolgt per E-Mail, Telefon, Skype oder bei einem persönlichen Gespräch. Gern kommen wir auch zu Ihnen ins Unternehmen

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Leitprinzipien der Vereinten Nationen (VN): Erstes Internationales Rahmenwerk Wirtschaft und Menschenrechte

Die VN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, die 2011 einstimmig vom VN-Menschenrechtsrat verabschiedet wurden, formulieren als erstes internationales Rahmenwerk neben den Pflichten von Staaten auch die menschenrechtliche Verantwortung von Unternehmen in globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten. Dabei stellen die VN-Leitprinzipien keine neuen Regeln auf, sondern berufen sich auf bereits bestehende Menschenrechtsverpflichtungen wie die Internationale Menschenrechtscharta. In Kombination mit den Leitsätzen für multinationale Unternehmen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development, OECD)  und den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) setzen sie international Standards. 

Die VN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte basieren auf drei Grundsätzen:

Der Nationale Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte spiegelt die VN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und die darin verankerte menschenrechtliche Sorgfaltspflicht von Unternehmen wider. Er ist für das Handeln deutscher Unternehmen in ihren Wertschöpfungs- und Lieferketten relevant und enthält fünf elementare Anforderungen (Kernelemente):

  1. Grundsatzerklärung der Unternehmensleitung zur Achtung der Menschenrechte
  2. Eine fundierte Risikoanalyse zu möglichen nachteiligen Auswirkungen des unternehmerischen Handelns 
  3. Die entsprechende Maßnahmen und deren Wirksamkeitskontrolle
  4. Eine öffentliche Berichterstattung
  5. Beschwerdemechanismen

Mit den Kernelementen können Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Investitionschancen in Entwicklungs- und Schwellenländern optimieren und die Risiken mindern – zum Wohl ihres Unternehmens und der Bevölkerung vor Ort.
 

Zu den Kernelementen

Herzlich Willkommmen, haben Sie Fragen?

Katharina Hermann

Leitung NAP Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte

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