
Internationaler Handel verbindet Menschen, Ideen und Märkte. Er bringt Produkte dorthin, wo sie gebraucht werden, schafft Arbeitsplätze und gibt Unternehmen die Chance zu wachsen. Doch für viele Firmen bleibt der Weg über die Grenze oft steinig: zu viele Formulare, zu lange Wartezeiten, zu wenig Transparenz. Jede Verzögerung kostet Zeit, Geld und manchmal sogar Geschäftschancen.
Die Deutsche Allianz für Handelserleichterungen will weltweit zeigen, wie es anders gehen kann. In aktiven Partnerschaften hilft die Allianz vor allem Ländern im Globalen Süden dabei, ihre Abläufe rund um den internationalen Handel einfacher, schneller und verlässlicher zu machen. In ihren Projekten setzt sie dabei auf digitale Lösungen und Wissenstransfer. So tragen die Mitglieder der Allianz nicht nur dazu bei, die Agenda 2030 der Vereinten Nationen zu erfüllen. Sondern sie schaffen auch etwas ganz Praktisches: Sie machen den Handel für Unternehmen leichter. Und wenn Unternehmen leichter handeln können, entstehen Investitionen, neue Chancen und wirtschaftlicher Fortschritt, über Grenzen hinweg.
Die Grundlage der Arbeit der Allianz ist das Abkommen über Handelserleichterungen der Welthandelsorganisation (World Trade Organization - WTO), ein globaler Rahmen, der fairen und transparenten Handel zum Ziel hat. Wie kann man Teil der Allianz werden und davon profitieren? Die wichtigsten Fragen auf einen Blick:
Häufig gestellte Fragen
Wer kann Teil der Allianz werden?
Teil dieser Deutschen Allianz für Handelserleichterungen können alle werden, die aktiv dazu beitragen möchten, den grenzüberschreitenden Handel effizienter zu gestalten. Dazu gehören Behörden und Ministerien, Unternehmen jeder Größe, internationale Partner, Logistikdienstleister und auch Wirtschaftsverbände, die die Interessen ihrer Mitgliedsunternehmen bündeln. Entscheidend ist die Bereitschaft, Wissen einzubringen, gemeinsam Prioritäten zu setzen und konkrete Verbesserungen zu entwickeln. Die Allianz lebt von diesem offenen Miteinander: Je vielfältiger die Perspektiven am Tisch sind, desto realistischer und wirksamer werden die Lösungen, die anschließend implementiert werden. Derzeit umfasst die Allianz 27 Wirtschaftsakteure.
Welche Schwerpunkte hat die Arbeit der Allianz?
Die Allianz konzentriert sich auf Handlungsfelder, in denen Reformen besonders schnell Wirkung entfalten. Dazu zählen digitale Systeme zur Zollabwicklung, transparenter Zugang zu Vorschriften, modernisierte Grenzkontrollen, verbessertes Risikomanagement und eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Wirtschaft. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung regionaler Handelsabkommen, etwa im Rahmen der Pan-Afrikanischen Freihandelszone.
Konkrete Informationen zu den Projekten der Allianz finden Sie bei unseren Videos und Downloads.
Wie profitieren Unternehmen von der Arbeit der Allianz?
Unternehmen profitieren in mehrfacher Hinsicht: Sie erleben deutlich verkürzte Abfertigungszeiten, geringere Kosten und eine bessere Vorhersehbarkeit entlang ihrer Lieferketten. Mitglieder der Allianz erhalten zusätzlich die Chance, die eigenen Erfahrungen direkt in Reformprozesse einzubringen, was besonders für kleine und mittlere Unternehmen ein großer Vorteil ist. Die enge Zusammenarbeit mit Behörden reduziert Missverständnisse, macht Abläufe klarer und setzt Möglichkeiten zur Digitalisierung schneller um. Unternehmen gewinnen dadurch mehr Handlungsspielraum, können flexibler auf Marktchancen reagieren und stärken ihre Wettbewerbsfähigkeit im Internationalen Handel.
Wie stärkt die Arbeit der Allianz Länder des Globalen Südens?
Die Allianz unterstützt Länder des Globalen Südens dabei, Verwaltungssysteme zu modernisieren, Personal zu qualifizieren und digitale Lösungen nachhaltig einzuführen. Dadurch verkürzen sich Prozesse, und Unternehmen vor Ort können einfacher exportieren oder importieren. Diese Verbesserungen fördern Investitionen, schaffen Arbeitsplätze und stärken regionale Wertschöpfungsketten. Für viele Länder ist das ein wichtiger Schritt, um ihren Platz im internationalen Wirtschaftssystem zu festigen und eigenständige wirtschaftliche Stärke aufzubauen.
In welchen Ländern und Regionen ist die Allianz aktiv?
Die Deutsche Allianz für Handelserleichterungen ist weltweit in Schwellen- und Entwicklungsländern tätig, derzeit in über 20 Staaten. Projekte werden unter anderem in Kambodscha und Sri Lanka sowie in weiteren Partnerländern umgesetzt, in denen grenzüberschreitender Handel besonders durch ineffiziente Verwaltungsstrukturen erschwert wird. Ziel ist es, praxistaugliche Lösungen zu entwickeln, die auch von Behörden in anderen Ländern übernommen werden können. Ein Beispiel ist das „Pre-Arrival“-System zur schnelleren Zollabfertigung von Expresssendungen, das bereits im Kosovo, in Montenegro, in Moldau und in Nordmazedonien eingesetzt wird.
Konkrete Informationen zu den Projekten der Allianz finden Sie bei unseren Videos und Downloads.








