Das beschäftigt Unternehmen in der Praxis
Die Anforderungen aus LkSG, CSDDD und EUDR sind für viele Unternehmen abstrakt – und der Weg von der Regulierung zur gelebten Praxis im Unternehmensalltag ist selten geradlinig. Unternehmen wissen, dass sie handeln müssen, aber nicht genau wo sie anfangen sollen und wie sie Anforderungen bürokratiearm, ressourcenschonend und risikobasiert in ihren Unternehmensalltag integrieren können.
Das gilt für große Unternehmen ebenso wie für KMU – und für direkt betroffene Unternehmen ebenso wie für solche, die über ihre Lieferkette mit den Anforderungen konfrontiert werden. Genau hier setzen unsere Schulungen an.
Unsere Schulungsformate
| Intensiv- Workshop | Individuelle Unternehmensschulung | Fach- & Funktionsbezogene Schulung | Lieferanten- schulung | |
|---|---|---|---|---|
| Zielgruppe | Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) | Unternehmen ohne Gesamtansatz | Einkauf, Compliance, Nachhaltigkeit | Lieferanten & Geschäftspartner |
| Ebene | IHK-Unternehmen 15-20 Teilnehmende | Gesamtunternehmen 10-25 Personen | Einzelne Abteilungen 10-25 Personen | Lieferanten 10-25 Personen |
| Dauer | 2 Tage IHK Kooperation | 2h (online) bis 1 Tag (Präsenz) | 2h (online) bis 1 Tag (Präsenz) | 2h (online) bis 1 Tag (Präsenz) |
| Format | Präsenz IHK/Verbände | Präsenz oder digital maßgeschneidert | Präsenz oder digital funktionsbezogen | Vor Ort, digital oder hybrid |
| Schwerpunkt | Einstieg und Orientierung | Abteilungsübergreifende Prozesse aufsetzen | Vertiefte Abteilungsschulung | Umsetzung entlang der Lieferkette |
1. IHK-Intensivworkshop
Der IHK-Intensivworkshop ist das zentrale Einstiegsangebot und richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Er verbindet Orientierung und erste Umsetzungsschritte in einem kompakten Angebot.
Verstehen: Einordnung und Orientierung
- Überblick über regulatorische Anforderungen (LkSG, CSDDD und weitere nach Bedarf)
- Grundprinzipien risikobasierter Sorgfalt entlang der Wertschöpfungskette
- Bedeutung für KMU (direkt und indirekt betroffen)
- typische Missverständnisse (z. B. Volltransparenz)
Umsetzen: Erste strukturierte Schritte
- Einführung in die Risikoanalyse
- Priorisierung von Risiken unter realistischen Bedingungen
- Entwicklung erster Präventions- und Abhilfemaßnahmen
- Nutzung vorhandener Informationen statt umfassender Datensammlung
- Integration in bestehende Prozesse
Anwenden: Übertragung auf das eigene Unternehmen
- Reflexion unternehmensspezifischer Herausforderungen
- Entwicklung individueller Aktionspläne (6–12 Monate)
2. Individuelle Unternehmensschulung
Die individuelle Unternehmensschulung ermöglicht eine maßgeschneiderte Unterstützung und richtet sich an Unternehmen, die ihren Sorgfaltsprozess strukturiert aufbauen oder bestehende Ansätze vertiefen und weiterentwickeln möchten. Die Schulungsinhalte werden gemeinsam mit Ihrem Unternehmen erarbeitet – als Einstiegsschulung ebenso wie als Vertiefungsmodul mit besonderem Schwerpunkt auf einzelnen Kernelementen wie der Risikoanalyse.
Verstehen: Einordnung im Unternehmenskontext
- Einordnung regulatorischer Anforderungen für das eigene Unternehmen
- Analyse bestehender Aktivitäten und Strukturen
- Identifikation relevanter Risiken und Handlungsfelder
Umsetzen: Aufbau eines strukturierten Ansatzes
- Entwicklung einer risikobasierten Risikoanalyse
- Priorisierung wesentlicher Risiken
- Entwicklung wirksamer Präventions- und Abhilfemaßnahmen
- Integration in bestehende Prozesse und Managementsysteme
- Definition von Rollen und Verantwortlichkeiten
Anwenden: Integration in die Organisation
- Abstimmung zwischen relevanten Funktionen
- Entwicklung konkreter nächster Umsetzungsschritte
3. Fach- und funktionsbezogene Schulung
Diese Schulungen setzen dort an, wo Sorgfaltspflichten wirksam werden: in konkreten Entscheidungen innerhalb einzelner Unternehmensbereiche. Sie übersetzen bestehende Ansätze in praktisches Handeln im Arbeitsalltag – zugeschnitten auf Einkauf, Vertrieb, Compliance oder Nachhaltigkeit – und eingebettet in den Gesamtansatz Ihres Unternehmens.
Verstehen: Rolle der Funktion
- Bedeutung von Sorgfaltspflichten für die jeweilige Funktion
- Einordnung in den Gesamtansatz des Unternehmens
- typische Herausforderungen und Zielkonflikte
Umsetzen: Übersetzung in konkrete Aufgaben
- Ableitung funktionaler Verantwortlichkeiten
- Anwendung vorhandener Instrumente und Prozesse
- Nutzung bestehender Hebel (z. B. Lieferantensteuerung, Vertragsgestaltung)
Anwenden: Entscheidungen im Arbeitsalltag
- Umgang mit Zielkonflikten (z. B. Kosten vs. Risiko)
- Simulation konkreter Entscheidungssituationen
- Anwendung auf reale Fallbeispiele
4. Lieferantenschulung
Lieferantenschulungen sind ein zentraler Hebel zur Umsetzung von Sorgfaltsprozessen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sie unterstützen Unternehmen dabei, Anforderungen gemeinsam mit ihren Geschäftspartnern umzusetzen – vor Ort, angepasst an lokale Kontexte und Sprachen, in Zusammenarbeit mit lokalen Kooperationspartnern. Unser Ziel ist es, bestehende Angebote sinnvoll zu ergänzen und Synergien zu nutzen.
Verstehen: Anforderungen und Erwartungen
- Einführung in menschenrechtliche und umweltbezogene Anforderungen
- Erwartungen des einkaufenden Unternehmens
- Einordnung in globale Lieferketten
Umsetzen: Praktische Maßnahmen vor Ort
- Identifikation relevanter Risiken im lokalen Kontext
- Entwicklung praxisnaher Maßnahmen, um auf Kundenaforderungen reagieren zu können
- Umgang mit Audits und Anforderungen
Anwenden: Verankerung im Arbeitsalltag
- Integration in bestehende Abläufe (u.a. wie findet der CoC Anwendung und die Bedeutung von Standards/Audits)
- Anwendung in konkreten Situationen
- Austausch zu Herausforderungen und Lösungen
Häufig gestellte Fragen
Wo sollen wir beim Sorgfaltsprozess anfangen?
Ihr Unternehmen hat sich bisher kaum mit Sorgfaltspflichten beschäftigt, ist unsicher über die konkreten Anforderungen und verfügt über begrenzte Ressourcen für das Thema.
Unser Tipp: Intensivworkshop – er bietet eine verständliche Einordnung, reduziert Komplexität und ermöglicht erste konkrete Schritte.
Wie können wir Sorgfaltsprozesse systematisch im Kerngeschäft verankern?
Erste Kundenanforderungen oder interne Initiativen sind vorhanden, einzelne Maßnahmen existieren – aber ein klar strukturierter Gesamtansatz fehlt noch.
Unser Tipp: Individuelle Unternehmensschulung – maßgeschneidert auf Ihr Unternehmen, mit einem strukturierten Ansatz als Ergebnis.
Wir haben Strukturen im Unternehmen, aber die Umsetzung hakt. Welches Format eignet sich für uns?
Prozesse und Konzepte sind definiert, aber die Umsetzung in Fachabteilungen ist uneinheitlich und die Handlungssicherheit fehlt.
Unser Tipp: Fach- und funktionsbezogene Schulung – sie übersetzt Anforderungen direkt in den Arbeitsalltag und stärkt die Handlungssicherheit durch Simulation realer Entscheidungssituationen.
Wie gehe ich effektiv mit Kundenanforderungen um?
Anforderungen müssen an Lieferanten weitergegeben werden, aber die Umsetzung vor Ort ist unklar und der Einfluss auf Geschäftspartner ist begrenzt.
Unser Tipp: Lieferantenschulung – sie baut Verständnis bei Lieferanten auf, fördert praxisnahe Umsetzung und verbessert die Zusammenarbeit entlang der Lieferkette.






















