Auf einen Blick
Darum ist dieses Thema wichtig für deutsche Unternehmen:
Klimafreundliche, zuverlässige und kostengünstige Technologien „made in Germany“ sind weltweit gefragt - auch in Regionen wie Subsahara-Afrika, die einen sehr großen Bedarf an skalierbaren, modernen Energien haben.
Diese Wachstumschancen bieten sich:
Weltweit werden aktuell und in den kommenden Jahren große Summen in die Energiewende (Ausbau und Modernisierung der Energieversorgung) investiert. Allein 2024 waren es ungefähr zwei Billionen US-Dollar.
So können sich Unternehmen engagieren:
Deutschland kooperiert mit vielen Entwicklungs- und Schwellenländern und hat unterschiedliche Förderprogrammen aufgelegt. So finden Unternehmen gute Voraussetzungen vor, um am Auf- und Ausbau von Energieinfrastrukturen im Globalen Süden mitzuwirken.
Klimawandel – Herausforderung und Chance zugleich
Der weltweite Treibhausgasausstoß stellt nach wie vor eine großes Problem dar – zugleich aber auch eine gewaltige Chance für Innovation und nachhaltigen Fortschritt. Um die internationalen Klimaziele zu erreichen, sind Staaten, Behörden, NGOs und Unternehmen gleichermaßen gefordert. Und sie sind bereit, gemeinsam neue grüne Energie- und Effizienzprojekte zu realisieren, zukunftsweisende Technologien weiterzuentwickeln und intelligente Netze auszubauen. Zwischen 2025 und 2030 wird sich nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur (IEA) die Stromproduktion durch erneuerbare Energien wahrscheinlich verdoppeln. Weltweit könnten erneuerbare Energien dann etwa die Hälfte des Strombedarfs decken.
Globaler Süden mit Schlüsselrolle
Schwellen- und Entwicklungsländer spielen bei der Energiewende eine Schlüsselrolle. Zum Beispiel die Region Subsahara-Afrika, wo einerseits noch immer rund 600 Millionen Menschen keinen Zugang zu Elektrizität haben und andererseits die bestehende Energieversorgung unzuverlässig ist. Gleichzeitig verfügt die Region über die beste Voraussetzungen, um grüne Energien im großen Stil auszubauen. Solarenergie, Windenergie, Biomasse sowie Geothermie können hier an vielen Orten gut produziert werden.
Das Potenzial für die Nutzung erneuerbarer Energien in Afrika übertrifft den Bedarf – auch im Jahr 2050 – um ein Vielfaches. Es kommt einfach darauf an, mit kostengünstigen, zuverlässigen Technologien die Energie dort bereitzustellen, wo sie gebraucht wird. Bereits mit verfügbaren Technologien könnten afrikanische Staaten laut Schätzungen das Tausendfache des globalen Strombedarfs produzieren, der für 2040 prognostiziert wird.
Wir sind für Sie da!

Jan Knaack
Bundesverband Energiespeicher Systeme e.V. (BVES)
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Nikolaus Supersberger
Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE)
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Zukunftsbranchen wachsen – auch dank deutschem Know-how
Viele deutsche Unternehmen haben die Chancen der Energiewende bereits erkannt und zu ihrem Geschäftsmodell gemacht. Die Ansätze sind vielfältig: Die Firma Sunfarming baut Südafrikas größte Agri-Solar Anlage, die Stromgewinnung und Lebensmittelproduktion vereinigen. Das Start-up VIDA hat Menschen in Subsahara-Afrika Zugang zur Stromversorgung verschafft. Die Geothermie Neubrandenburg GmbH schult in Argentinien Fachkräfte zur geothermischen Energiegewinnung.
Der Ausbau nachhaltiger Energietechnologien bietet vielen deutschen Unternehmen zahlreiche Chancen: Grüne Energie und Greentech zählen zu den weltweit wachstumsstärksten Branchen. 2024 erreichten die globalen Investitionen einen neuen Höchststand von rund 2,1 Billionen US-Dollar.
Dabei fließen die Mittel vor allem in Bereiche wie erneuerbare Energien, Energiespeicher, Ladeinfrastruktur, Stromnetze, Recyclingverfahren sowie in die Wasserstoffproduktion. Technologien und Know-how „made in Germany“ sind gefragt. Mit ihrem Wissen können deutsche Unternehmen weltweit den Aufbau von Infrastrukturen unterstützen und selbst profitieren.
2023 stieg nach Angaben der International Renewable Energy Agency (IRENA) die Anzahl der Arbeitsplätze im Sektor erneuerbare Energien von 13,7 auf 16,2 Millionen. Die IRENA schätzt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien bis 2050 rund 40 Millionen weitere Arbeitsplätze schaffen wird.
Gute Voraussetzungen durch Kooperationen und Förderungen
So entwickeln einige Staaten im Globalen Süden bereits nationale Wasserstoffstrategien, bauen die Nutzung von Windkraft, Solarenergie und Biomasse aus – auch mithilfe von Investitionen deutscher Unternehmen. Costa Rica etwa produziert bereits seit Jahren fast zu 100 Prozent reinen Ökostrom – erneuerbare Quellen wie Wasser- und Windkraft, aber auch Geothermie und Solarenergie machen es möglich. Insbesondere Staaten mit stark steigendem Energiebedarf wie Indien, Brasilien oder Indonesien, benötigen schnelle und effiziente Lösungen.
In den vergangenen Jahren hat die Bundesregierung Initiativen auf den Weg gebracht, um Investitionen in internationale Energieprojekte zu vereinfachen. Dazu gehören etwa die Bildung der Unternehmensallianz Grüner Wasserstoff, der Klimaclub zur Reduzierung von CO2-Emissionen und Dekarbonisierung von Industriezweigen sowie einige Klima- und Entwicklungspartnerschaften und Just Energy Transition Partnerships (JETP), beispielsweise mit Vietnam, Südafrika und Senegal.
Schwerpunktthemen
Breite Förderung für kleine und mittlere Unternehmen
Da der Klimawandel voranschreitet, müssen die Staatengemeinschaft und die Privatwirtschaft schnell handeln. Dementsprechend groß ist das Spektrum an Fördermöglichkeiten. Auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sollen in erneuerbare Energien investieren können. Ein Überblick über die breite Förderlandschaft:
develoPPP
Globales Förderprogramm, unterstützte bisher über 180 Projekte mit Umwelt- und Klimabezug in 50 Ländern
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Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)
Programm zur Einhaltung des Pariser Abkommens und dem Schutz der Biodiversität
Mehr lesenProjektentwicklungsprogramm (PEP)
Vielseitiges Programm mit Fokus auf Subsahara-Afrika und Asien
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