Auf einen Blick
Darum ist dieses Thema wichtig für deutsche Unternehmen:
Der Fachkräftemangel gefährdet zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen. Gleichzeitig wächst in vielen Ländern des Globalen Südens eine junge, gut ausgebildete Generation heran – die vor Ort oft nicht genug passende Arbeitsplätze findet.
Diese Wachstumschancen bieten sich:
Fachkräftepartnerschaften bieten die Chance, eine sichere, faire und nachhaltig erfolgreiche Arbeits- und Fachkräftemigration zu gestalten, von der Menschen und Unternehmen in Herkunfts- und Zielländern gleichermaßen profitieren.
So können sich Unternehmen engagieren:
Unternehmen setzen dabei auf Partner in den Ländern des Globalen Südens, mit denen sie gemeinsam Nachwuchskräfte vor Ort qualifizieren, sie in internationale Projekte und Kooperationen einbinden und Sprachkenntnisse aufbauen.
Fachkräftepartnerschaften erfolgreich gestalten
Im Unterschied zur klassischen Fachkräftegewinnung setzen Fachkräftepartnerschaften auf gemeinsame Entwicklung und nachhaltige Qualifizierung. Junge Menschen werden in ihren Herkunftsländern ausgebildet – mit beruflichen Perspektiven sowohl vor Ort als auch in internationalen Kooperationen.
Das Ziel: eine Win-Win-Win-Situation
- Win für Migrant*innen: „gute Arbeit“ unter fairen Bedingungen und sichere Migrationswege
- Win für Herkunftsländer: Wissenstransfer durch rückkehrende Fachkräfte und Diaspora-Engagement, Geldtransfers, Entlastung angespannter Arbeitsmärkte und Unterstützung bei der Gestaltung von notwendiger Migration
- Win für Zielländer: dringend benötigte Fachkräfte und Auszubildende stärken Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und zentralen Wirtschaftssektoren
✓ Der Win für Unternehmen: Globale Talententwicklung
Unternehmen haben mit Hilfe von Fachkräftepartnerschaften die Chance, ihre Talententwicklung globaler und zugleich nachhaltiger aufzustellen. Statt punktuell Fachkräfte zu rekrutieren, bauen sie langfristig tragfähige Partnerschaften für ihre Fachkräfteentwicklung auf.
Das Modell: Partnerschaften, die passen
Vom Mittelständler bis zum Großkonzern, vom internationalen IT-Unternehmen bis zum lokalen Pflegedienst: Unternehmen haben höchst unterschiedliche Anforderungen an ihre Fach- und Nachwuchskräfte. Fachkräftepartnerschaften bieten vielfältige Modelle, um diese Bedürfnisse zu erfüllen.
- Ausbildungspartnerschaften: Unternehmen fördern die berufliche Bildung direkt vor Ort im Herkunftsland, oft in Kooperation mit der GIZ oder lokalen Institutionen. Ausländische Fachkräfte werden mit Sprachkursen, Integrationsworkshops und individueller Beratung für einen erfolgreichen Start am deutschen Arbeitsmarkt vorbereitet.
- Digitale Partnerschaften: Unternehmen bauen vielfältige und qualifizierte Projekt-Teams über Ländergrenzen und Kontinente hinweg auf, um zum Beispiel Digital- oder Innovationsprojekte voranzutreiben.
- Nearshoring: Die vor Ort ausgebildeten Fachkräfte arbeiten in Dienstleistungs- oder IT-Zentren direkt im Herkunftsland.
Berufsbildung: Praxisnah, bedarfsgerecht, nachhaltig
Gemeinsam mit Unternehmen und Auslandshandelskammern entwickelt die AWE maßgeschneiderte Aus- und Weiterbildungsformate. So erreichen wir zwei Ziele gleichzeitig: Wir verankern Standards der beruflichen Bildung im Partnerland und die deutsche Wirtschaft kann sich auf einen für ihre Bedarfe ausgebildeten Pool an Fachkräften verlassen.
Unser Leistungsspektrum:
- Entwicklung digitaler Aus- und Weiterbildungen basierend auf Unternehmensbedürfnissen (zum Beispiel Inhouse Sustainability Manager mit der AHK Mexiko)
- Berufliche Orientierung zur Erhöhung des Anteils von Auszubildenden in Mangelberufen
- Methodische Schulungen von Ausbildern in Berufsschulen und Betrieben im dualen Modell (zum Beispiel in Ecuador oder Kolumbien)
- Beratung zu berufsbildungsspezifischen Förder- und Finanzierungsinstrumenten im Netzwerk der Partners in Transformation
- Nutzung von AWE-Netzwerken, um ausbildungsbereite Unternehmen zu vernetzen
Unterstützungsangebote für Unternehmen
Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen kann der Aufbau und die Umsetzung einer globalen Fachkräftestrategie eine große Herausforderung sein.
Die Agentur für Wirtschaft und Entwicklung vernetzt Unternehmen mit den passenden Partnern für alle Schritte auf diesem Weg – und berät zu passenden Programmen der internationalen Zusammenarbeit:
Erstberatung & Vernetzung
- Beratung zu passenden Angeboten der Entwicklungszusammenarbeit
- Beratung und Unterstützung beim Aufbau von (Regional)Partnerschaften zwischen Wirtschaftsakteuren in Deutschland (Kammern, Verbände, Unternehmen) und ausgewählten Kooperationsländern
Vorbereitung & Begleitung im Migrationsprozess
- Unterstützung bei der Entwicklung von Trainings & lokalen oder webbasierten vorintegrativen Fachkursen über Kammern und Verbände.
- Unterstützung bei der Organisation flankierender Maßnahmen zur sozialen Integration von Fachkräften in Deutschland mit passenden Partnern.
Die richtigen Partner finden
Unternehmen können auf ein vielfältiges Unterstützungsnetzwerk zugreifen, um Fachkräftepartnerschaften aufzubauen.
PAM – Partnerschaften für entwicklungsorientierte Ausbildungs- und Arbeitsmigration

Fachkräfte qualifizieren und Arbeitsmobilität fördern mit PAM: Die Initiative kombiniert die faire Gewinnung von Nachwuchstalenten aus dem Ausland mit der Stärkung der beruflichen Bildung in den Herkunftsländern.
Weitere Infos zu PAMTHAMM plus

THAMM Plus ist ein Projekt, das die faire und nachhaltige Gewinnung von Auszubildenden und Fachkräften aus Ägypten, Marokko und Tunesien unterstützt.
Weitere Infos zu THAMMTriple Win

Das Programm Triple Win vermittelt qualifiziertes Pflegepersonal aus dem Ausland an deutsche Arbeitgeber.
Weitere Infos zu Triple-WinAFRIKA KOMMT!

Das Programm AFRIKA KOMMT! bringt seit 2008 afrikanische Nachwuchsführungskräfte und deutsche Unternehmen zusammen. Praktika und Trainings in Deutschland schaffen Wissenstransfer, stärken Vielfalt und legen die Basis für nachhaltige Wirtschaftskooperationen. Organisiert wird das Programm von der GIZ.
Weitere Infos zu AFRIKA KOMMT!Berufsbildungspartnerschaften

Deutsche Kammern und Verbände gehen sogenannte Kammer- und Verbandspartnerschaften (KVP) und Berufsbildungspartnerschaften (BBP) mit Partnerinstitutionen in Schwellen- und Entwicklungsländern ein, um Berufsbildung praxisnäher und bedarfsgerechter zu gestalten. Ziel ist es, Fachkräfte auszubilden, die zur nachhaltigen Entwicklung ihrer Länder beitragen. So unterstützt zum Beispiel das Programm PartnerAfrika, Teil der Sonderinitiative „Gute Beschäftigung für sozial gerechten Wandel“, deutsche Kammern und Verbände dabei, Projekte zur Verbesserung der Berufsbildung und zur Kapazitätsentwicklung in Afrika umzusetzen. Die sequa gGmbH setzt das Programm um.
Senior Experten Service (SES)

Der Senior Experten Service (SES) entsendet ehrenamtliche Fach- und Führungskräfte im Ruhestand sowie seit 2017 auch Berufstätige über das Programm Weltdienst 30+. Weltweit – mit Schwerpunkt in Entwicklungs- und Schwellenländern – unterstützen sie KMU, Verwaltungen, Bildungs- und Sozialeinrichtungen nach dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe. Ziel ist der Wissens- und Erfahrungstransfer. Träger sind die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft.
Weitere Infos zum SESZentren für Migration und Entwicklung (ZME)
Die Zentren für Migration und Entwicklung dienen als Beratungsstellen für Menschen, die regulär nach Deutschland, Europa oder innerhalb ihrer Region migrieren möchten, um dort zu arbeiten oder sich weiterzubilden.
Weitere Infos zu den ZentrenAusgewählte Praxisbeispiele: Von anderen lernen
Hotel und Gastronomie
Vorbereitung und Rekrutierung von Auszubildenden in Nigeria für den Hotel- und Gastronomiebereich
Mehr lesenPflege
In Deutschland werden Pflegekräfte dringend gesucht, während qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland oft keine passende Beschäftigung finden. Das Programm "Triple Win" bringt beide Seiten fair und verlässlich zusammen.
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Elektrotechnik
Das Unternehmen konnte im Rahmen des Projekts “Internationale Azubis” internationale Auszubildende als Elektroniker für Betriebstechnik gewinnen.
Mehr lesenMechatronik
Eine Personal-Verantwortliche der MAN Truck & Bus Deutschland GmbH und ein tunesischer Mechatroniker berichten im Interview, wie die GIZ beide beruflich zusammengebracht hat und daraus eine berufliche Perspektive in Braunschweig entstand.
Mehr lesenIT-Sicherheit
Ein develoPPP-gefördertes Ausbildungsprogramm qualifiziert IT-Beschäftigte in Ostafrika zu Cybersicherheitsexpert*innen, stärkt die lokale Digitalwirtschaft und hilft Unternehmen, Sicherheitslücken zu schließen.
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