Eine nachhaltige Lieferkette ist heute zentral für den Erfolg eines Unternehmens: Nachhaltig, umweltschonend und fair für alle Beteiligten muss sie sein, um allen Partnern gerecht zu werden. Firmen müssen prüfen, woher ihre Produkte kommen, wie sie hergestellt werden und ob dabei Menschenrechte verletzt werden. Das klingt zunächst abstrakt, betrifft aber den Alltag vieler Betriebe. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen oft vor der Frage: „Wie fangen wir damit an?“
Damit sie nicht alleine vor dieser Aufgabe stehen, haben die Industrie- und Handelskammern (IHK) Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein das Unternehmensnetzwerk „Nachhaltiges Lieferkettenmanagement“ gegründet. Gemeinsam mit der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE) unterstützen sie Unternehmen in Nordrhein Westfalen dabei, den Vorgabendeutscher und internationaler Gesetze gerecht zu werden.
Das Bedürfnis, die Lieferketten robuster zu machen, ist kein Selbstzweck, sondern Kerngeschäft.

Eine Konstante des Netzwerks sind regelmäßige Netzwerktreffen. Hier geben Fachleute – häufig aus der Entwicklungszusammenarbeit, aber auch erfahrene Unternehmensvertreter*innen – Einblicke in ihre Praxis. Sie zeigen, wie Firmen Nachhaltigkeit in der Lieferkette berücksichtigen können und welche einfachen Schritte zu Beginn helfen. Oft geht es um alltägliche Themen: Wie spreche ich meinen Lieferanten an? Welche Daten brauche ich wirklich? Wie dokumentiere ich Risiken ohne großen Aufwand? Im Mittelpunkt steht der praktische Nutzen für Betriebe: mehr Transparenz, geringere Risiken, stabile Partnerschaften und ein besseres Standing bei Kundinnen und Kunden.
Das Netzwerk stellt erfolgreiche Methoden vor, benennt aber auch Stolpersteine. Teilnehmende lernen zum Beispiel aus Fallbeispielen, wie Unternehmen mit unerwarteten Risiken umgehen oder warum ein regelmäßiger Austausch mit Lieferanten langfristig Zeit und Geld spart. Die Treffen bieten Raum für Fragen, Diskussionen und den direkten Austausch untereinander, ein zentraler Mehrwert für viele Betriebe.
Wenn Sie Teil des Unternehmensnetzwerk „Nachhaltiges Lieferkettenmanagement“ werden möchten, können Sie uns gerne kontaktieren, auch über unser Kontaktformular.
Zum KontaktformularHäufig gestellte Fragen
Welche Unterstützung bietet das Unternehmensnetzwerk „Nachhaltiges Lieferkettenmanagement“ genau?
Die IHK Düsseldorf, die IHK Mittlerer Niederrhein und die AWE bringen Fachwissen und Erfahrungsberichte aus der Praxis zusammen. Das Netzwerk bietet:
- regelmäßige Treffen mit Expertinnen und Experten
- Fallbeispiele aus verschiedenen Branchen
- konkrete Handlungsempfehlungen für den Alltag
- Austausch mit anderen Unternehmen, die vor ähnlichen Fragen stehen
Teilnehmende profitieren vor allem von den Erfahrungen anderer Betriebe – was in der Theorie funktioniert, muss in der Praxis oft angepasst werden.
An wen richtet sich das Netzwerk?
Die Veranstaltungen wenden sich vor allem an verpflichtete Unternehmen und mittelständische Zulieferer aus Nordrhein-Westfalen. Aber auch kleinere Unternehmen profitieren, wenn ihre Kunden Nachhaltigkeitsanforderungen weitergeben. Das Netzwerk ist für alle offen, die ihre Lieferkette zukunftsfähig gestalten möchten, unabhängig von Größe oder Branche.
Welche Themen werden im Netzwerk „Nachhaltiges Lieferkettenmanagement“ besonders häufig behandelt?
Die Treffen behandeln die inhaltlichen und fachlichen Schwerpunkte, die für ein nachhaltiges Lieferkettenmanagement wichtig sind. Dazu gehören:
- Gesetzliche Anforderungen und Entwicklungen – etwa das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) sowie die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD). Die IHKs informieren hierzu regelmäßig mit Updates und Vorträgen.
- Praxisbeispiele und Branchen-Einblicke – Unternehmen berichten über Erfahrungen aus ihrem eigenen Lieferkettenmanagement, Herausforderungen und Best Practices.
- Methoden, Verfahren und operative Aufgaben – etwa Risikoanalysen, die Umsetzung von Abhilfe- und Präventionsmaßnahmen oder der Umgang mit komplexen Wertschöpfungsketten.
Welche Vorteile ergeben sich langfristig für mein Unternehmen?
Langfristig stärkt die Teilnahme die strategische Entwicklung des eigenen Lieferkettenmanagements. Unternehmen können sicherer mit wachsenden Nachhaltigkeitsanforderungen umgehen, verbessern ihre internen Prozesse durch regelmäßige Impulse und entwickeln robustere, transparentere Lieferketten. So entstehen belastbare Strukturen, von denen sie dauerhaft profitieren.
Wie viel kostet eine Teilnahme und wie viel Aufwand entsteht für ein Unternehmen?
Die Teilnahme an den Veranstaltungen des Netzwerks „Nachhaltiges Lieferkettenmanagement“ ist kostenlos. Das Netzwerk ist bewusst flexibel gestaltet. Die IHK Düsseldorf und die IHK Mittlerer Niederrhein organisieren mehrmals pro Jahr Netzwerktreffen, häufig einmal pro Quartal, ergänzt durch eine fortlaufende digitale Austauschplattform. Unternehmen können dadurch selbst bestimmen, wie intensiv sie teilnehmen möchten.
Um Inhalte zu vertiefen, bietet die IHK Mittlerer Niederrhein den „Online-Zertifikatslehrgang: Nachhaltiges Lieferkettenmanagement“ an.
Welche Angebote der Entwicklungszusammenarbeit kommen zum Tragen?
Das Netzwerk „Nachhaltiges Lieferkettenmanagement“ greift unter anderem auf die Nachhaltigkeits-Expertise folgender Institutionen zurück:
- Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte: kostenloses Unterstützungsangebot der Bundesregierung, berät Unternehmen jeder Größe zur Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltsprozesse.
- Deutscher Nachhaltigkeitskodex: branchenübergreifender Transparenzstandard für die Berichterstattung unternehmerischer Nachhaltigkeitsleistungen und bietet unter anderem ein kostenloses digitales Tool, das die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten erleichtert.
- Sustainable Agricultural Supply Chains Initiative (SASI): eine von der GIZ im Auftrag des BMZ umgesetzte Initiative, die globale Agrarlieferketten ökonomisch, sozial und ökologisch nachhaltiger gestaltet. Sie bringt Partner aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um faire Einkommen, Entwaldungsfreiheit und Arbeitsstandards zu fördern.



































