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Serbien: Wirtschafts-Hotspot vor der EU-Haustür

Digitalisierung, Elektromobilität und Energie. Entdecken Sie die Chancen für Unternehmen in Zukunftsbranchen und darüber hinaus.

Grafik mit einem Teil der Weltkarte, in dem das Land Serbien farblich hervorgehoben ist

Das Land

Das Tor zum Balkan

Serbien liegt zentral auf dem Westbalkan und verbindet die Märkte der EU, des Nahen Ostens und Asiens. Gut ausgebildete Fachkräfte und wettbewerbsfähige Energiepreise schaffen ideale Bedingungen für Produktion und Dienstleistungen.

In Serbien leben 6,6 Millionen Menschen mit einem Medianalter von 44,4 Jahren und einer Lebenserwartung von 77 Jahren. Die Städte Belgrad, Novi Sad und Niš sind urbane Zentren mit einer wachsenden Mittelschicht. Seit März 2012 ist das Land EU-Beitrittskandidat und seit 2014 mit anderen Westbalkanstaaten Teil des „Berliner Prozesses“, um Zusammenarbeit und EU-Integration zu fördern.

Der Markt

Beliebter Standort vor der EU-Haustür

Serbien setzt auf grüne Industrialisierung und baut Zukunftsbranchen wie Elektromobilität, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung aus. Mit seiner industriellen Basis und gut ausgebildeten Fachkräften bietet das Land Chancen für Technologie- und Zulieferunternehmen, die in nachhaltige Produktion investieren wollen. Dank EU-Nähe und guten Englisch- und Deutschkenntnissen in der Bevölkerung gewinnt Serbien als Nearshoring-Standort weiter an Bedeutung.

Die wichtigsten Branchen für deutsche Investor*innen sind die Automobilzulieferindustrie, Maschinenbau, IT, Metallverarbeitung sowie erneuerbare Energien. Rund 900 deutsche Unternehmen sind in Serbien aktiv, vor allem kleine und mittelständische Betriebe. Sie beschäftigen etwa 80.000 Mitarbeiter*innen vor Ort.

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Deutsch-serbisches Handelsvolumen

Das deutsch-serbische Handelsvolumen belief sich im Jahr 2024 auf 9,4 Milliarden Euro. Damit ist es größer als das aller anderen Westbalkanstaaten zusammen.
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BIP-Anteil des IKT-Sektors

Der Informations- und Kommunikationstechnologiesektor (IKT) ist der wachstumsstärkste Sektor der serbischen Wirtschaft und hat mit 7 Prozent des BIP mittlerweile auch die Landwirtschaft überholt.
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Investitionen für das Vorhaben „Sprung in die Zukunft“

Im Zuge des Programms „Sprung in die Zukunft“ investiert das Land knapp 18 Milliarden Euro in neue Krankenhäuser, Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Sportstätten und eine moderne Verkehrsinfrastruktur.

Die Wirtschaft

IKT-Sektor als Wachstumstreiber

Serbiens Wirtschaft wächst stabil: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt bei 89 Milliarden US-Dollar (2024) und einem Wirtschaftswachstum von 3,9 Prozent. Wichtige Wirtschaftszweige sind Dienstleistungen (unter anderem IKT, Handel, Logistik und Tourismus), verarbeitendes Gewerbe und Bau. Der Export umfasst Maschinen, Lebensmittel und Elektronik, vor allem in die EU. Die Regierung fördert Industrie 4.0 und investiert in Infrastruktur, KI und Biotechnologie.

Insbesondere der Sektor für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) gilt als Wachstumstreiber, von 2023 auf 2024 wuchs hier das Exportvolumen um 20 Prozent. Die zentrale Lage, bestehende Industrieparks, wettbewerbsfähige Löhne und gut ausgebildete Fachkräfte machen das Land attraktiv für Investoren.

Wussten Sie, dass...

  • die Weltausstellung Expo 2027 in Belgrad stattfinden wird?
  • Serbien weltweit zu den größten Himbeerproduzenten gehört?
  • Belgrad seit Januar 2025 einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr anbietet – und damit die größte Stadt in Europa ist, die diesen Schritt unternommen hat?

Die Politik

Potenziale und Proteste

Serbien ist EU-Beitrittskandidat und Mitglied der World Trade Organization (WTO). Die Regierung fördert Investitionen mit der serbischen Entwicklungsagentur (RAS). Zölle sind in Freihandelszonen vergünstigt und Unternehmensgründungen unkompliziert. Freihandelsabkommen ermöglichen den zollfreien Handel mit China oder der Türkei.

Gleichzeitig bleibt die politische Situation herausfordernd: Demokratische Standards, Medienfreiheit und Korruption stehen unter Beobachtung. In Sachen Korruption ordnet Transparency International Serbien auf Platz 116/182 ein, im Freedom House Index erzielt das Land 53/100 Punkten und gilt somit als “teilweise frei”. Serbien pflegt enge wirtschaftliche Beziehungen zu Russland und China, bleibt dabei jedoch strategisch auf eine stärkere Annäherung an die EU ausgerichtet.

Die Chancen

Fachkräfte und EU-Nähe: Serbiens Standortvorteile

Serbien bietet attraktive Einstiegsmöglichkeiten für Unternehmen: Die Nähe zur EU, stabile Handelsbeziehungen und wettbewerbsfähige Lohnkosten machen das Land zum idealen Produktionsstandort. Der hohe Bildungsgrad und gut ausgebildete Fachkräfte schaffen ein solides Fundament für technologiegetriebene Geschäftsmodelle. Fördermittel für Investitionen in Grundstücke, Produktionshallen oder Maschinen und Anlagen sollen ausländische Investoren anziehen.

Serbien ist der ideale Produktionsstandort für Unternehmen, die von stabilen Handelsbeziehungen, qualifizierten Fachkräften und EU -nähe profitieren wollen. Die AWE unterstützt Unternehmen mit individueller Beratung, Markteinstiegsstrategien und Informationen zu Fachkräften, Nearshoring und Green Economy. Chancen bieten sich insbesondere in folgenden (Zukunfts-)Branchen:

Icon: Monitor mit Suchleiste und Lupe, überlagert von einem grünen Häkchen-Symbol, steht für geprüfte oder erfolgreiche Suche/Verifizierung.

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