Das Unternehmen
Continental für Fachkräfteförderung
Der deutsche Reifenhersteller Continental mit rund 95.000 Mitarbeitern in 54 Ländern engagiert sich seit vielen Jahren in Ecuador. Zum Wachstumshemmnis wurde nach kurzer Zeit der Mangel an qualifizierten Fachkräften vor Ort. Dieser begrenzte auch die Entwicklung erfolgreicher einheimischer Unternehmen.
Die Challenge
Fehlendes Know-how in technischen Berufen
In Ecuador fehlten in gewerblich-technischen Berufen ausgebildete Fachkräfte, die moderne Maschinen bedienen und warten konnten. Das wurde unter anderem für deutsche Unternehmen wie Continental zum Problem. Die staatlichen Ausbildungsangebote wurden aufgrund von Qualitätsmängeln und einer geringen gesellschaftlichen Wertschätzung nicht genutzt. Als das Projekt startete, war der Bedarf an praxisorientierter beruflicher Ausbildung hoch und keine Lösung in Sicht.
Der Projektansatz
Neue Ausbildungsstrukturen schaffen
Continental und seine Projektpartner planten, duale Ausbildungsstrukturen für die Berufe der Industriemechaniker*in und der Industrieelektroniker*in einzuführen.
Die Umsetzung
Startups und Industrie gezielt zusammenbringen
Die AWE arbeitete mit der AHK Ecuador und dem Bildungsministerium zusammen. Sie entwickelten und implementierten duale Studiengänge in Betriebswirtschaft, schulten Dozent*innen, gewannen Unternehmen als Praxispartner und etablierten ein Qualitätsmanagementsystem. Parallel wurden Rahmenlehrpläne erarbeitet und die landesweite Einführung des dualen Systems vorbereitet.
Das Ergebnis
- Das Projekt legte den Grundstein für den landesweiten Erfolg der dualen Berufsausbildung in Ecuador. Heute gibt es über 12.000 duale Auszubildende im Land.
- Zehn Jahre nach Projektabschluss wirkt die Zusammenarbeit fort: Die duale Ausbildung ist in Ecuador fest verankert, die AHK bietet weiterhin Dienstleistungen im Bereich Berufsbildung an, und die Erfahrungen dienen als Vorbild für ähnliche Programme in Lateinamerika.
- Insgesamt wurden unmittelbar im Projekt 82 Auszubildende in den Berufen Industriemechanik und Industrieelektronik ausgebildet. 84 Prozent der Absolvent*innen wurden im Anschluss vom jeweiligen Ausbildungsbetrieb übernommen.
- Zudem koordinierte die AWE das Zusammenspiel mit Folgemaßnahmen wie develoPPP und einer Berufsbildungspartnerschaft (BBP) der Sequa, wodurch Synergien optimal genutzt werden konnten.
Die wichtigsten Erfahrungen
Das Beispiel zeigt: Durch die Kooperation von AWE und AHK kann nachhaltige Wirkung weit über die Projektlaufzeit hinaus erzielt werden – zum Nutzen von Unternehmen, Partnerländern und der Entwicklungszusammenarbeit. Die deutschen Unternehmen vor Ort können sich durch die Ausbildung Fachkräfte sichern, die von zentraler Bedeutung für die Produktionsprozesse sind.
Die Partner
Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE)
Die AWE spielte eine zentrale Rolle bei Anbahnung und Umsetzung. Sie unterstützte bei Projektdesign und Kommunikation mit Behörden, koordinierte und beriet, vermittelte Wirtschaftspartner, vernetzte mit deutschen Unternehmen und förderte Wissenstransfer.
Mehr lesen
Deutsch-Ecuadorianische Industrie- und Handelskammer (AHK Ecuador)
Die AHK Ecuador ermöglichte den Zugang zu lokalen Netzwerken und politischen Akteuren.
Mehr lesenContinental und Indurama
Continental und Indurama entwickelten Ausbildungspläne und Standards, setzten die Ausbildung in ihren Betrieben um und schulten Ausbilder nach deutschen Standards. Danach boten sie Jobs und stärkten so die Wettbewerbsfähigkeit.
Mehr lesen


















