Das Programm lab of tomorrow (lot) ermöglicht es Unternehmen, nachhaltige Lösungen für ihre Geschäftsherausforderungen in Entwicklungs- und Schwellenländern zu finden.
Das jeweilige deutsche Unternehmen ist der Initiator eines lot-Prozesses. Es bestimmt das Thema beziehungsweise die Herausforderung und verantwortet den Prozess. Das lot endet mit Produkten und Dienstleistungen am Markt. Diese stehen dann sowohl dem Initiator als auch dem Gesamtmarkt als Lösung der ursprünglichen Herausforderung zur Verfügung.
Ziel
Unterstützung von Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte, der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle sowie der Lösung lokaler Herausforderungen in Entwicklungs- und Schwellenländern.
Förderberechtigte
Insbesondere Unternehmen aus Deutschland und Europa sowie lokale Unternehmen in den Partnerländern, die Interesse an der gemeinsamen Entwicklung innovativer, marktorientierter Lösungen haben.
Ein lot-Prozess dauert in der Regel neun Monate und findet in mehreren Phasen statt:
- Der Initiator definiert seine Herausforderung. Das Team identifiziert darin Marktopportunitäten.
- Spezifisch ausgewählte Unternehmen bilden Partnerschaften und entwickeln wirtschaftlich tragfähige Lösungsideen. Das initiierende Unternehmen kann, muss aber nicht Teil der Partnerschaften sein.
- Die Teams entwickeln Minimum Viable Products (MVPs) und pilotieren die Produkte und Dienstleistungen am Markt.
Zur Unterstützung des Initiators stehen auf der Webseite der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE) das lot-Handbuch und lot-Toolkits zur Verfügung. Die AWE kann bei der Durchführung des Prozesses ebenfalls helfen. Die Kernarbeit wird üblicherweise von einer Agentur übernommen.
Ende 2024 sind bereits 23 Programme durchgeführt worden. Es wurden bisher über 100 Millionen Euro in daraus entstandene Produkte und Lösungen investiert.
Das Format ist modular aufgebaut und reicht von kompakten Workshops bis hin zu mehrmonatigen Innovationsprogrammen. Unternehmen profitieren von validierten Marktinformationen, internationaler Vernetzung sowie dem Zugang zu Expert*innen, Coaches und Investoren. Die entwickelten Lösungen werden eigenständig durch die beteiligten Unternehmen weitergeführt und skaliert, häufig auch über das Programm hinaus erfolgreich am Markt.
Je nach Deckungsgrad mit den Schwerpunkten des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) besteht die Möglichkeit eines Beitrags der AWE in Form von:
- fachlicher & organisatorischer Unterstützung bei der Durchführung, inklusive etwa der Nutzung der lot-Infrastruktur (Webseite) sowie des AWE-Netzwerks an Geschäftspartnern, Investoren und politischen Entscheidern; außerdem gemeinsames Marketing
- Kostenübernahme bestimmter Dienstleistungen wie Design-Thinking-Beratung und Studien
Es gibt kein festes Antragsverfahren.
Die Initiatoren müssen über mindestens 50.000 Euro und die Personalkapazität verfügen, um den lot-Prozess zu steuern. Der Betrag ist nötig, wenn eine Agentur den Prozess durchführt. Eine Durchführung durch eigenes Personal ist ebenso möglich.
Die Lösungen gehören den Unternehmen, die sie entwickelt haben.
Weitere Informationen
Die Darstellung des Angebots beruht auf der im Internet öffentlich publizierten Darstellung des Programms der anbietenden Organisation.
Förderung im Überblick
Förderbetrag
siehe Fließtext
Laufzeit
Je nach Format 1 Woche bis 6 Monate
Thema
Aus- und Weiterbildung, Digitalisierung, Erneuerbare Energien, Export / Import, Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft & Ernährung, Lieferketten, Markterschließung, Branchenübergreifend
Land
Afghanistan, Albanien, Armenien, Angola, Argentinien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, Bangladesch, Burkina Faso, Burundi, Benin, Bolivien, Brasilien, Bhutan, Botsuana, Belarus, Belize, Demokratische Republik Kongo, Zentralafrikanische Republik, Kongo, Elfenbeinküste, Kamerun, China, Kolumbien, Costa Rica, Kuba, Kap Verde, Dschibuti, Dominica, Dominikanische Republik, Algerien, Ecuador, Ägypten, Eritrea, Äthiopien, Fidschi, Mikronesien, Gabun, Grenada, Georgien, Ghana, Gambia, Guinea, Äquatorialguinea, Guatemala, Guinea-Bissau, Guyana, Honduras, Haiti, Indonesien, Indien, Irak, Iran, Jamaika, Jordanien, Kenia, Kirgisistan, Kambodscha, Kiribati, Komoren, Demokratische Volksrepublik Korea, Kasachstan, Laos, Libanon, St. Lucia, Sri Lanka, Liberia, Lesotho, Libyen, Marokko, Republik Moldau, Madagaskar, Marschallinseln, Nordmazedonien, Mali, Myanmar, Mongolei, Mauretanien, Montserrat, Mauritius, Malediven, Malawi, Mexiko, Malaysia, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Nicaragua, Nepal, Nauru, Niue, Panama, Peru, Papua-Neuguinea, Philippinen, Pakistan, Palau, Paraguay, Ruanda, Salomonen, Sudan, St. Helena, Sierra Leone, Senegal, Somalia, Suriname, São Tomé und Príncipe, El Salvador, Syrien, Swasiland, Tschad, Togo, Thailand, Tadschikistan, Tokelau, Turkmenistan, Tunesien, Tonga, Osttimor, Türkei, Tuvalu, Tansania, Ukraine, Uganda, Usbekistan, St. Vinzent und die Grenadinen, Venezuela, Vietnam, Vanuatu, Wallis und Futuna, Samoa, Jemen, Südafrika, Sambia, Simbabwe, Palästina, Montenegro, Serbien, Südsudan, Kosovo Alle anzeigen
Herkunft Antragsteller
EU, EFTA, OECD-DAC-Länder, Deutschland
Anbieter
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Antragstellung / Kontakt
Agentur für Wirtschaft und Entwicklung
Sie haben Interesse?
Sprechen Sie das Team der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung an, das Sie bei der Auswahl geeigneter Angebote gern unterstützt.